Samstag, 27. Oktober 2007

It's more fun to cafet...


Looplab (T.Kauke) - "No Vember E.P."
(CD-R, 1999, unreleased Cafetenmusik)


Wie im letzten Post schon angekündigt folgt hier mehr elektronische Musik, welche speziell für "den Club" produziert wurde (in welchem Raul & ich 4 Jahre lang regelmässig unsere eigenen Produktionen auflegten: nämlich die Cafeteria der Hochschule für Gestaltung, Offenbach, Mittwoch Vormittags). Selbstgemachte Gebrauchsmusik also!
Diese CD (mit dem jahrezeitlich passenden Titel) meines elektronischen Projekts "Looplab" entstand 1999 und wurde besonders gerne gespielt, weil die langen, atmospärischen Versionen des Titeltracks so eine angenehme warme und gemütliche Stimmung verbreiteten. Also schon eher kuschlige Analog-Kraut-Elektronik anstatt Techno, wie man damals immer hören wollte...
Zum Verzehr des Kunststudentenbrötchen war diese Musik aber bestens geeignet! Vor meinem geistigen Auge sehe ich uns noch heute quadratmeterweise Vollkornbrötchen aufzuschneiden, belegen und geschmackvoll für die Verkaufsvitrine dekorieren...- und dieser Sound erklang dazu! (Jedenfalls Mittwoch Vormittags...)

Download "No Vember EP"
: Mediafire


Looplab - Radio 49


Mittwoch, 17. Oktober 2007

Kunststudent Techno for Kunststudent Breakfast



Raultronic - "Spasma" (C-60, 1998, schweinehundtapes, sht 046)

Lieber Herr Bruder: ich hab sie endlich gefunden, die CD mit der eindigitalisierten Version deines "SPASMA"-tapes...


"Spasma" war das 2. tape mit der aussergewöhnlichen elektronischen Musik, die der Herr Raul früher tage- und nächtelang (in den diversen Offenbacher Studenten-WGs,
in denen er lebte) zusammenschraubte.
"Aussergewöhnlich", weil eben überhaupt nicht mit gängigen Begriffen elektronischer Musikrezeption fassbar. Am ehesten (denk ich mir gerade) würde ein Begriff wie "Futuristischer Easy Listening" passen. Musik, die anspruchsvoll unterhält, ohne zu nerven. Schön-seltsame elektronische Musik aus vorsintflutlicher Produktions-Zeit. Von wegen plug-in hier, virtueller Synthie da - dies hier wurde alles noch von Hand mit Hardware und zum Anfassen produziert. Auf DAT-Recorder aufgenommen statt das file zu rendern!

Ich finde hochgradig interessant, wie er damals an den General-Midi-Sounds unseres ersten Synthesizers, in langwieriger, akribischer Kleinarbeit jeden einzelnen GM-Sound so veränderte, bis die eigenartigsten (und oft nirgendwo sonst wieder gehörten) Sounds dabei entstanden.
Klingt bis heute unverwechselbar (und auch noch toll frisch nach bereits 9 Jahren!).

Produziert wurde die Musik damals hauptsächlich für den "Club", in dem wir beiden quasi 4 Jahre lang wöchentlich einmal auflegten. Mittwochs nämlich, von 9 - 17 Uhr: in der Cafeteria der Offenbacher Hochschule für Gestaltung!
Wer da nämlich Dienst macht, ist (auch heute noch) Herr über die Musikanlage in der HfGCafeteria - und kann spielen, was immer er will. So schmierten und verkauften wir 4 Jahre lang zusammen Brötchen, kochten Kaffee... - aber nicht etwa wegen des Geldes, das es zu verdienen gab (erst nach Androhung von Prügel haben wir das genommen...) - sondern eigentlich wegen des Publikums, dass wir damit regelmässig einmal in der Woche kostenlos hatten...

Vier Jahre lang produzierten wir immer neue "Cafeten-Tracks", die speziell zur musikalischen Umspülung der kaffeetrinkenden und frühstückenden Gestaltungsstudenten entstanden (und die von denen auch genauso angenommen wurden...). Hin und wieder probierten wir aber auch schon mal aus, wie weit man es treiben kann, besonders nervige Musik zu spielen. Davon sollen 2 EP von mir, die ich zusammen mit der SPASMA CD endlich wiederentdeckt habe, demnächst künden.
"SPASMA" ist mit der Nr. 046 eines der letzten schweinehundtapes, das ich herausgebracht habe (50 gab's!). Die Anzahl aufgeschlossener und neugieriger Studenten, die sich zusammen mit ihrem Kaffee auch mal ein tape kauften, war damals noch größer, als man sich heute vorstellen kann!
Heute nimmt das ja keiner mehr geschenkt... Oder doch?
Hier: ich schenke euch eine Kassette voller
Raultronic.



Raultronic - Artallo

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Alle links upgedatet

Alle "toten" links von den gaaaanz alten posts sind upgedatet worden - alle files sind also wieder online. saugts ihr nur! (übrigens auch auf dem kix-blog!).
Jetzt nix wie ins Rotari, da jammen der herrjoergritter und der mikko live!

Freitag, 28. September 2007

Wie wird aus Arbeit Geld?


"Der Reproduktionskreislauf des Kapitals" (Online-CD-Compilation, 2007)


1 Mosh Mosh "Work 2 do" 02:09
2 trio.infosion "repprod_soft" 12:00
3 Dominik Eggermann "nerdsong" 00:32
4 Guido Braun "KAPITALRADIO" 00:32
5 Company Fuck "Rude Mechanicals" 00:21
6 Paul Devens "Spontamp-Remix" 02:15
7 38317 "The medium is the profitage" 01:16
8 Ohmnoise "CDU-Votze" 01:44
9 Trixi Kyoto "Paradise" 08:58
10 Axel Toennies "Das Kapital" 02:52
11 Francis Hunger "adorno" 05:56
12 Bund "surplus_value_refers_to_surplus_labor" 00:37
13 Joerg Gruneberg "Bezahlen (Instrumental)" 03:23
14 Kein Kuenstler "Was tun" 13:52
15 Superstolk "Super war super" 02:37
16 Bonus: Sascha Pogacar "KapReproCycle" 02:50

Endlich hab ich mal den link zusammengetragen für ein weiteres Projekt, an dem SUPERSTOLK 2007 beteiligt war: Dieser interessante FreeDownload-CD-Sampler hier stammt von der erstaunlichen n0name-seite aus dem matze schmidt-umfeld, die ausgesprochen subversive bis situationistische (bis gar dadaistische) dinge im und mit dem internetz anstellt. (etwa dies oder dies oder das).
Die "Reproduktionskreislauf"-Compilation ist auch so ein Projekt, über das der hier hingepastete Text das meiste erkären sollte:


"Der Reproduktionskreislauf des Kapitals"
Wir fragten im Februar 2007 nach Stuecken, die sich auf den scheinbar natuerlichen und endlosen Zirkel der Wiederherstellung des Kapitals beziehen. Wir haben laermige Aufnahmen, Lieder und Experimente erhalten.Einige Stuecke 'arbeiten' auf der Geldebene, andere hart oder locker am Begriff der (Lohn-)Arbeit, wiederum andere haben eine eher apokalyptische (?) Grundstimmung. Manche versuchen eine theoretische Annaeherung, bei gleichzeitiger Kritik der
vorliegenden Grafik . Versucht wird nun, die verschiedenen Positionierungen sukzessive auf der kontextuellen Map per Kartografie sichtbar zu machen:http://www.n0name.de/kapitalkreislauf/map.html


Die links zu den tracks führen natürlich alle auf die n0name-seite. Damit will ich gar nicht darüber wegtäuschen, daß ich zur Zeit zu faul bin, selbst neues Zeug upzuloaden. Dem ist so.

Superstolk - Super war super

Montag, 24. September 2007

Limitiert heisst "limitiert"...

Superstolk - "Remixed LoFi Diskothek"

1_LoFi Disco (Flug 8 RMX) (Flug 8)
2_LoFi Disco (Vogelnest Version 1) (MiLa)
3_LoFi Diskothek (Lieber_daheim_bleiben_Mix)
(Raul C.O. Kauke)
4_LoFi Disco Ximer (38317)
5_LoFi Disco Kontramischung pt. I-III (herrjoergritter)
6_
LoFi Disco (Certain Club Commando Remix)
(Certain Club Commando)
7_Lowfix (Justus)
8_LoFi Disco (GEMA Dub) (Sprstlk)


Im Zuge des ganzen Trubels darum, die Plattenläden in meiner Gegend mit Kopien der neuen Superstolk-Single zu bestücken, fiel mir auf, daß die limitierte Edition dieser Schallplatte inklussive SACKSTARKER Remix-CD gar nicht mal solange noch da ist.
Das bedeutet also für alle, die in den Genuss dieser CD kommen wollen, sich mal zu beeilen, eine bei mir zu bestellen. Kostet tatsächlich NUR 7 Euro inklussive Porto. Hier ein kleines Bildchen von dem tollen Stadt-Schild-Sticker, der auf der exklussiven Spezialedition klebt. Zur Appetitanregung, ganz klar.




LoFi Disco (Flug 8 RMX)

Sonntag, 16. September 2007

Wir sind high, high, high...

>Offiziell erschienen !
Die neue 7'' Schallplatte "LoFi Diskothek" von SUPERSTOLK ist fertig und käuflich zu erwerben!"Der Titel „LoFi Diskothek“ ist eine Hommage an den sagenumwobenen, nie wirklich fassbaren sog. „Untergrund“. Ein Loblied auf all die schrägen Heizungskellerbands, Turntabler, Freestyler, Schlafzimmer-produzenten und weiteren Spinnern, die mit selbermanipulierten Musikinstrumenten in jeder Generation immer wieder neu und innovativ beweisen, wie wenig Musikkultur mit Musikbusiness zu tun hat. Und wie sehr stattdem mit dem TUN.

Der Titeltrack der neuen Single produzierte diesmal nicht Torstn Kauke, sondern einer, der sich damit auskennt: Michael Laven ist seit vielen Jahren ein ernstgenommener Faktor in der Offenbacher Techno-House-Szene, mit Projekten wie Destillat oder Laven & MSO bewies der Mann schon öfters, dass er genau weiß, wie man es macht, den Tanzflur zu rocken. So kommt es, dass die Ode an die selbergemachte Musik mit einem ordentlichen Disko-Wumms ausgestattet wurde, der auch in der HiFi Diskothek keinen schlechten Eindruck macht.
Toll: somit handelt es sich also bei LoFi-Diskothek nicht bloß um Popmusik sondern auch noch um ein echtes Paradoxum. Neben der LoFi Diskothek finden sich auf der neuen Schallplatte von Superstolk so Titel wie „Spektakelzeit“ (ein Dancefloorkiller direkt aus Guy Debord's kühnsten Alpträumen), der klassische elektronische B-Seiten-Hit „Zur rechten Zeit“ und eine LoFi-Ballade, die eher eigenbrötlerisch daherkommt und nicht zuletzt deswegen auch „Eigenbrot“ heißt.
Und nur um zu beweisen, was alles auf so eine kleine Platte draufpasst, gibt es auch noch eine 2. Version der LoFi-Diskothek – diesmal in LoFi mit Casiokeyboards und Wandergitarre.

Die LoFiDiskothek- EP ist ein echtes DIY-Projekt, so selbergemacht, wie man es sich heute kaum noch vorstellen kann. (Aber es geht tatsächlich immer noch!!!)
Die Auflage ist so gering (250 Stck), dass man sie bereits vor Veröffentlichung als vergriffen betrachten kann. Ich muss also noch nicht einmal dazu raten, schleunigst zuzugreifen, um auch ein Exemplar von diesem zukünftigen Sammlerstück zu ergattern. Denn das werden ohnehin schon die getan haben, denen man nicht extra dazu raten muss."


Exklussiv hier auf dem unpop-media-blog (und auf superstolk's myspace blog) gibt's nun einen leckeren Bonusdownload:
Die orginal lo-fi-Version des Titeltracks findet sich auf der neuen Platte nur in einer ausgeblendeten Fassung.
Hier jetzt die komplette, ungekürzte Fassung der Orginal 4-Spur-Version. Viel Spass damit, was?



Superstolk - LoFi Diskothek (Orginal 4-Spur Version)