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Montag, 24. Dezember 2012

Wir warten auf's Kristkind No.7





  Raul & tvuzk a.k.a Die Kaninchen:
"Lustige Kaninchenabenteuer"
(C-30, 1994, schweinehundtape 027)


Ganz kurz vor Ostern dieses Jahres kam mir der entscheidende Gedankenblitz: Wie langweilig ist es denn, das hier an Ostern zu posten? Ganz klar ist dies das perfekte Kristmessen-Geschenk für alle, die an den ewig währenden UNPOP glauben. Also euch allen, die ihr regelmässig vorbeischaut und mir deshalb immer wieder neue Energie gebt, weitere Episoden meiner verschwendeten Jugend aus dem Langzeitgedächtnis zu kramen und das entsprechende Audiodokument aufzubereiten. (Also, weitergebloggt, solange Alsheimer noch nicht schneller ist! Ich hab Bock.). Ladies and Gentlemen, ich präsentiere Ihnen zum Heiligen Abend: Die Kaninchen!

Die Kaninchen waren (einmal mehr in Personalunion mit meinem Kaninchenbruder Raul) unser Beitrag zum Thema Performancekunst. In hässlichen, schlecht (weil selbst-) genähten braunen Froteekostümen veranstalteten wir schräge Shows, in denen wir die Welt aus den Augen zweier Kaninchenbrüder betrachteten um uns in meist improvisierten kleinen Kaninchenliedern bitterlich über die Menschheit und deren arrogante Lebensart zu beschweren! Von 1993 bis 2001 absolvierten wir zahllose solcher Auftritte in diesen Kostümen, bis wir zu fett für sie waren und die Motten den Rest davon frassen!


Kaninchen Live-Performance 1994 in Frankfurt/M.
Ursprünglich war das alles nur eine bequeme Art, sich weitgehend um die Vorbereitung zum HfG-Erstsemester-Fest 1993  zu drücken. Das mussten die jeweils neuen Erstsemester der Hochschule für Gestaltung in Offenbach immer im Winter ausrichten und es war war damals noch ein wirkliches lokales Ereigniss und unsere Kommilitonen kamen auf die saublöde Idee, das ganze Fest unter das Motto "Eingetragender Verein" zu stellen. Verschiedene Vereine sollten gefaket werden und in verschiedenen Räumen der HfG lustige Events veranstalten. Also beschlossen Raul und ich einfach: wir gründen einen Kleintierzüchterverein und bieten uns selbst als die Kleintiere an, den Rest solln halt die anderen machen... 


Kaninchen Live-Performance 1994 in Frankfurt/M.

Tatsächlich geschah es so! Findige Produktgestalter bauten in einem Raum der HfG einen mannshohen Kaninchenkäfig auf und füllten den mit Heu und Karotten. Wir scheiderten derweil zu Hause unsere Kostüme selbst (ohne davor oder danach jemals geschneidert zu haben) und brachten unsere Gitarren mit in den Kaninchenstall, um dort dann Lieder zu singen und uns über die Menschen und wie sie stinken lustig zu machen. Der Erfolg dieser Performance war unglaublich und der "Kleintierzüchterverein" an diesem Abend im Dezember 1993 der meistfrequentierte Raum in der ganzen HfG ! Jedenfalls hab ich mir das so gemerkt - und da dies eine Zeit war, als noch nicht jeder ein kabelloses Telefon mit eingebauter Videokamera/Fotoapparat mit sich herumtrug (unglaublich liebe Kinder, aber so eine Zeit gab es!), gibt es leider gar keine Bilddokumente von diesem Ereigniss (d.h. ich weiss es gar nicht, denn ich glaube schon, dass damals irgendjemand Bilder gemacht hat... Wer das hier liest und welche hat: Bitte, bitte melde dich!).



Kaninchen Backstage 1994 in Frankfurt/M.

Die Begeisterung, die wir mit der Kaninchennummer bei den Leuten hervorriefen (jedenfalls bei den meisten, manche versuchten stattdessen doch tatsächlich, uns mit spitzen Stöcken zu pieksen, wie man eben halt so hin und wieder mal ein Tier quält...), führte also dazu, daß es nicht bei diesem einmaligen HfG-internen Auftritt blieb, sondern bei den von der Künstlergruppe KIX organisierten und gestalteten Vernisagen und Konzerten nun auch hin und wieder die Kaninchen einen Gastauftritt hatten. Zahlreiche Dokumente davon kursieren seit Jahr und Tag schon auf youtube, ihr habt sie nur noch nicht gesehen:


Live in Frankfurt 2001


Live in Hanau 1996, Teil 1

 
Live in Hanau 1996, Teil 2

1994 (pünktlich zum Comic Salon Erlangen, auf dem KIX einen Stand hatte) produzierten wir schliesslich diese Hörspiel-Version der Kaninchenperformance, die es heute für euch zu Weihnachten gibt. Lustige und traurige und oft auch ziemlich makabere Geschichten und Lieder sind darauf zu hören, vom Kaninchenpapi und seinem Sohn, von den beiden Kaninchenbrüdern und auch von Karlheinz und Rudi, den beiden hessischen Proleten, die aus Spass nachts immer mit ihren Autos auf die Landstrasse rausfahren, um Kaninchen tot zu fahren ("un wer die meisen Biester hatte, hat das erste Bier gekrischt") und nicht zuletzt die Geschichte vom Kaninchen beim Zahnarzt. Lustig und bedrückend zugleich, so hatten wir unsere Kunst damals nämlich am liebsten!




Flyer (Kopiervorlage) für das Kaninchentape, 1994



Kaninchen Backstage 1994 in Frankfurt/M.


Kaninchen (Raul) Backstage 1994 in Frankfurt/M.



Kaninchen (torstn) Backstage 1994 in
Frankfurt/M. - mit Orginal Autogrammen!


Also, liebe Menschen: Damit's euch so richtig warm wird zum Fest der Liebe, kriegt ihr jetzt hier lustige Kaninchenabenteuer geschenkt! Die Kaninchen wünschen euch viel Vergnügen!

Lustige Kaninchenabenteuer (Hörspiele)
(Cover, Fotos & Artwork liegen dem Download bei!)


A1. Einleitung und Begrüssung
A2. Eins Zwei Test

A3. Kaninchenpapi A4. 'Warum sind die Menschen denn so böse?'
A5. Der Spastard
A6. Vierblättriges Kleeblatt
A7. Blattläuse
A8. Der Das-Kaninchen-steht-immer-im-Weg-Song
A9. Gesundes Lachen
A10. Am Bach

A11. Das Kaninchen und der Förster


B1. Das Wettrennen
B2. Nachts

B3. Prost Rudi!
B4. 8-9-10-Kaninchen-tot-Song
B5. Der Spatenstich des Fortschritts
B6. Mit Rudi im Bus  (Der Karnickelmann)

B7. Lied vom traurigen Kaninchen
B8. Verlaufen
B9. Osterbraten
B10. Beim Zahnarzt
B11. Die Moral
DOWNLOAD HIER




Das Orginaltape (in PVC Hülle mit Orginalfotos), sht 027

Das Orginaltape (in PVC Hülle mit Orginalfotos), sht 027

Das Orginaltape innen (in PVC Hülle mit
Orginalfotos), sht 027


Bonusvideo.
Die Kaninchen singen einen wohlbekannten SUPERSTOLK-Song (
Ausschnitt aus dem Film „Kommissar Rautenbergs kniffligster Fall" von Raul C.O Kauke):





"Die Kaninchen" (The Rabbits) was my (and my brother Raul`s) constribution to "performance art" - dressed in very bad tailored (by ourselves) rabbit costumes we acted as two rabbit-brothers who looked at the world with small rabbit eyes and complained about mankind (and how it is stinking!). We did performances like that from 1993-2001 and in 1994 we produced this "Hörspiel"-tape with spoken stories about the adventures of the rabbits... not sure if you can enjoy that if you don't understand german but anyway - it's my final x-mas gift this year for you!




 

Montag, 10. Dezember 2012

Jahresabschlusskonzert in der Kapelle!


SUPERSTOLK LIVE im Private Club/HfG Kapelle
Sowohl mit großer Freude als auch mit einwöchiger Verspätung (gegenüber dem ursprünglich angekündigten Termin) lädt DIE POPGRUPPE SUPERSTOLK zum letzten Konzert ihrer 2012-er "OHNE FINANZEN KEINE KRISE"-Tour ein! 


Am Donnerstag, 13.12. spielen wir im PRIVATE CLUB, der wie (fast) jeden Donnerstag in der HfG-Kapelle im ISENBURGER SCHLOSS (auf dem HfG Campus) stattfindet. Das Ambiente und die Stimmung werden - wie immer im PRIVATE CLUB - grandios bis herzlich sein (und die Getränke preiswert!) und ihr seid alle eingeladen, mit Superstolk zum Jahresabschluss nochmal so richtig abzugehen!

Beginn ab 22 Uhr - Eintritt übrigens frei !
Google maps link zum Isenburger Schloss/Offenbach


Donnerstag, 19. Januar 2012

Der Schrank zum anschauen



Jetzt hier, live und direkt vom 30. November des Vorjahres - das Video zur Kunstpreisverleihung. Was es verdammt nochmal mit dem "Schrankstipendium" auf sich hat, habe ich ja bereits in einem post im Dezember erklärt - einfach nochmal nachlesen, clicke hier!

Weitere Informationen rund um den Preis und den Schrank bietet nun auch Herr Ritters Seepferdefahrgästeradioshow-Blog - springt doch mal schnell dahin!

Mittwoch, 28. Dezember 2011

The ultimate tale of rock'n'roll madness - and then some!


Torstn Kauke: "Rock RMXs" (4 Track CD-R, no Label, 2001)


Diese CD ist so etwas wie der Audio-Teil meiner Diplomarbeit mit dem Titel "Rock'n'roll Revolution" (an der Hochschule für Gestaltung im Dez
ember 2001), mit der ich mich an der Ikonografie der klassischen Rock'n' Roll Kultur des 20. Jahrhunderts abarbeitete und kräftig an ihr herumdekonstruierte...


Rock'n'Roll Revolution 2001
Klassische Gitarrenposer-Posen aus einschlägigen Popzeitschriften wurden gesammelt, verfremdet, verfeinert...Ein pdf mit einigen Bildbeispielen aus dieser Arbeit habe ich immer noch auf meiner alten, seit Jahren nicht upgedateten Homepage herumliegen!
Ansehen oder runterladen hier:
Rock´n`Roll_Revolution_2001.


Gleichzei
tig machte ich - als tragenden Teil meiner Diplomarbeit - ein Wochenende lang den schärfsten Rock'n'Roll-Club der ganzen Stadt auf; den "Starclub" (als Hommage an den berühmten Beatlesclub im Hamburg der 1960-er Jahre selbstverständlich!) im damals leerstehenden ehemaligen Mc Donalds Schnellrestaurant in Offenbach am Marktplatz (heute KFC!)...


Nicht Fleisch, nicht Huhn: das ehemalige Mc Donalds
(und heute KFC)
-Restaurant in Offenbach am Marktplatz,
an einem Juniwochenende in 2001: der STARCLUB!




"In diesem Club - endlich fanden die Räume des ehemaligen Mc Donald´s Restaurant in Offenbach ihre eigentliche Bestimmung - vollzog sich im Juni 2001 anlässlich des hfg-Rundgangs das ultimative Märchen des Rock´n´Roll Wahnsinns! Hier fand statt, wovon sonst nur erzählt wird und was in Worte sich nicht wiedergeben läßt. In einem dreitägigen Nonstop-Programm präsentierte der STARCLUB Bands, Musikprojekte und Klangkünstler - allesamt Studenten der HfG Offenbach (und deren Freunde), die hier endlich mal beweisen konnten, dass sie trotz Studium der visuellen Kommunikation auch die Kunst der akustischen Kommunikation bestens verstehen."

(Aus dem Text zum "Starclub"-Projekt, Homepage der HfG-Offenbach)



Starclub - ein Film von Torstn Kauke
Dieses durchgeführte und realisierte experimentelle Raumkonzept ist anschaulich in meinem kleinen gleichnamigen Film dokumentiert worden, den man sich direkt hier ansehen kann. Weitere Informationen über dieses Projekt, viiiele Fotos, Liveaufnahmen der meisten anwesenden Bands und noch mehr Schnickschnack findet man auf der hübschen Starclub-Doku im HfG-Offenbach-Archiv genau hier.






Rock RMXs
Auf der CD, die ich hier heute präsentiere, finden sich 4 "klassische" Rocksongs, die jeder, aber wirklich jeder kennt (oder kennen sollte!).

Mittels digitaler Bearbeitungstechniken habe ich an den 4 Stücken von T Rex, Steppenwolf, Doors & Beatles subtile Manipulationen vorgenommen, die dem unaufmerksamen Hörer durchaus entgehen können und der diese manipulierten Lieder dann als "ganz normale Rocksongs" bezeichnen würde. Und dennoch sind diese Eingriffe so massiv, dass sie den Charakter der Songs - und ihrer "akustischen Ikonografie" - komplett verändern und ins Absurde führen...




Als mein damaliger Prüfer Heiner Blum neulich bei uns im Waggon neben exquisiter Housemusik zwischendurch einen Track von dieser CD auflegte (Tja - wer hat schon einen Professor, den er auch als DJ buchen kann??), bin ich mir zehn Jahre später selbst auf den Leim gegangen, weil ich gar nicht bemerkte, dass es meine manipulierte Version war, die der Herr Professor da abspielte!

Das fand ich so erstaunlich, dass ich die Stücke nun - obwohl wir hier von Copyright geschütztem Material reden - unbedingt posten will. Wohlgemerkt: es handelt sich hier nicht um Internet-Piraterie sondern um echte Kunst, staatlich anerkannt und diplomiert sogar!!
Also ab dafür:

Download "Rock RMXs"


Mediafire



These "Mashup"-songs, manipulated with simple digital editing technics were part of my final diploma project "Rock'n'roll Revolution" at the Hochschule für Gestaltung Offenbach in 2001. If you don't listen carefully to these songs you may not recognize the subtle manipulation of the original material and just think of some ordinary classic rock songs.yet these manipulations change the character and the "meaning" of these songs completely. Of course this is copyright protected material - but in this special case we're talking art, not piracy!

Samstag, 3. Dezember 2011

Ansonsten Kunstpreis!

Ansonsten das Möbelstück in der Bildmitte


It's the Schrankstipendium!
Die Popgruppe Superstolk hat einen Internationalen Kunstpreis gewonnen!
Der Sonderpreisträger des "Schrankstipendiums (Internationaler Kunstpreis)" 2011 heisst Superstolk!!
"Die Jury hat entschieden: Eine Sonderauszeichnung geht an die Offenbacher Band 'Superstolk'. Mit ihrem visionären Song 'Ansonsten Schrank' werden Sie das Schrankstipendium 2012 begleiten."

Die Schrank.Stipendiaten und Sonderstipendiaten
mit ihren tollkühnen Urkunden


"Der Kunstpreis umfasst einen zweiwöchigen mietfreien Artist-in-Residence-Aufenthalt im Schrank von Ruth Luxenhofer im Atelierhaus Kunst Raum Mato in Offenbach am Main. Im Anschluss ist eine Einzelausstellung geplant. Dazu gibt einen zweiseitigen PDF-Katalog, den der Stipendiat dann zum Selbstkostenpreis drucken lassen darf. "

Schrankstipendium bei facebook
Schrankstipendium daheim


Die Popgruppe Superstolk live in der Mato-Fabrik, 30.11.2011


Einige wirklich ungeheuerliche Dinge hat die Popgruppe Superstolk im Rahnen des Sonderpreises für 2012 geplant und zu gegebener Zeit wird hier davon berichtet. Jetzt nur mal schnell ein paar Bilder vom Ereignis und natürlich der Song zum Stipendium: die immerhin schon 15 Jahre alte Nummer "Ansonsten Schrank", live auf der Preisverleihung letzten Mittwoch, den 30.11. - um 11 Uhr morgens (was ja nun garnicht Rock'n'Roll ist. Und in dieser Verweigerungshaltung mehr Rock'n'Roll als Rock'n'Roll, ums mal so auszudrücken...).


Ansonsten Schrank (Mato-Fabrik OF, 30.11.11) by Superstolk

( Weitere weiterführende Links kommen hier auch noch hin wenns welche gibt)

Nachtrag Januar 2012: Nun auch als Video by youtube!

Donnerstag, 17. November 2011

Ein Kaffee, ein Körnerbrötchen - und eine Kassette mit dieser Musik drauf bitte...


"Orig.Cafet.Musik. - electronic cafetenmusik by Raul & tvuzk"
(sht 048, C-90,1998 - recorded 1996)


Heut hat mein Bruder Raul Geburtstag und diesen Freudentag will ich mit einem sehr speziellen tape voller elektronischer Musik zelebrieren. Schon mehr als einmal wurde hier erzählt, wie Brüderchen & ich in unseren Studententagen unseren wöchentlichen Job in der Cafeteria der Hochschule für Gestaltung besonders dazu nutzten, ständig unsere eigene Musik zu spielen bzw. extra für diese Gelegenheit zu produzieren. (Darüber kann man z.B. hier lesen, da steht es auch, auch hier wird es erwähnt und ebenfalls in diesem post. Am Rande wird auch in diesem Interview darüber gesprochen!).

Gebrauchsmusik
Dies hier ist nun allerdings die allererste Cafetenmusik-Kassette, die Raul & ich - bewaffnet nur mit einem Kawai K11 Synthesizer, einem Vier-Spur Kaaetten Rekorder und - in Ermanglung einer vernünftigen Drummachine - einer Kollektion CDs und Platten aus der legendären "Beats, Breaks & Scratches"-Serie an einem sonnigen Sommertag im Jahre 1996 aufnahmen.

Ohne Computer oder Sequenzer - beides befand sich zu dieser Zeit noch nicht in unserem gemeinsamen Haushalt - sind alle Sounds hier (von den Beats natürlich abgesehen) handgespielte Keyboarddudeleien von Leuten, die die letzten 8 Jahre zuvor hauptsächlich lauten Gitarrenhardcorepunk gemacht hatten (in ihrer Jugend aber freilich den ganzen bunten Glamourpop der Achtziger Jahre aufgesaugt haben - beide Einflüsse sind m.E. in dieser Musik gut herauszuhören!).

Die Ergebnisse klingen irgendwie nach 80-ger Jahre Easy Listening Musik jenseits aller elektronischen Konventionen, etwas, was ich ja immer im Zusammenhang mit unserer elektronischen Musik schreibe, weil nicht Techno, nicht House nicht Breakbeat, irgendwie nix von alledem und trotzdem elektronische Musik. Trotzdem da!


So entstand also Orig.Cafet.Musik. - die Orginal Cafeten Musik.
"Cafete" ist/war der liebevolle studentische Kosename fü
r die Cafeteria, die sich für die letzten 20 Jahre (und länger?) im 3. Stock der HfG Offenbach befand - und wo wir, ich werd nicht müde, es immer wieder zu erwähnen, regelmässig Mittwochs die Vor- oder Nachmittags-Schicht (teilweise auch den gesamten Mittwoch) an der Theke und in der Küche arbeiteten, hauptsächlich, um unsere Musik dort spielen zu können (ja gut: und Geld).

Das Tape lief gute zwei Jahre regelmässig jeden Mittwoch in voller Länge midesetens einmal, oft aber auch öfters - denn das zogen wir gnadenlos durch. In Zeiten vor Youtube, Soundcloud, Myspace und Bandcamp gab es ja gar keine großen Möglichkeiten, überhaupt so einfach seine Musik unters Volk
zu bringen. So frästen sich die Tracks der "Cafet.Musik"-Kassette in die Großhirnrinde so mancher unserer damaligen Kommilitonen, die schließlich immer öfters nachfragten, ob man diese Musik auch irgendwie auch besitzen könnte...

Wohlgemerkt, in der Vor-Internetz-Zeit hatte Musik noch so etwas wie einen Wert und Leute waren bereit, echte Dehmark zu bezahlen, wenn sie dafür einen Magnettonträger mit den entsprechenden Klängen bekommen konnten!


Obwohl ursprünglich als reine (und eigentlich unverkäufliche) Gebrauchsmusik konzipiert, gab es deshalb gut 2 Jahre nach der ursprünglichen Aufnahme auch ein Tape davon zu kaufen... Zusammen mit 'nem Kaffee und 'nem Vollkornbrötchen am frühen Morgen griff so mancher damaliger Kunststudent gerne zu. Ich denke, zwischen 20 und 40 Stück davon haben wir damals verkauft aber auch verschenkt - das machte schon damals mehr Spass!

Fotos by Baumann
Das Cover stammt übrigens aus einer umfangreichen Fotoserie über die Kauke-Brüder bei der Cafeten-Arbeit, die unser Komilitone Jörg Baumann (heute hier) damals erstellte.
Und - tata - da ich die Orginal Fotos dieser Serie wiedergefunden habe, gibt's hier nun erstmals eine grössere Auswahl von "Alternativcover" zu sehen. Damals warn wir ja noch ganz ansehliche mitt- bis Endzwanziger... Deshalb mögen diese Bilder auch ein wenig als WARNUNG dienen: Lasst das mit dem älterwerden sein, Leute - is voll scheisse!


"Raul und Torstn Kauke in der HfG Cafete, Juni 1996" -
eine Fotoserie von Jörg Baumann


Fotos anclicken für größere Abbildung!


alle Fotos: (c) Jörg Baumann



CAFETE VERSUS CAFETERIA
Aber auch noch einen weiteren Grund gibt es für diesen post. Wie oben schon mal erwähnt, war die klassische "Cafete" im dritten Stock der HfG anzufinden und immer soetwas wie das - vom Asta selbstverwaltete und -organisierte - Herz der Hochschule, der Treffpunkt, das Forum: the place to be. Denn hier standen die Futtertröge (bitte: nur im übertragenen Sinne Tröge!).
So war es - bis zur Transplantation neulich! Denn seit Anfang des Monats hat die HfG eine neue Cafeteria im Erdgeschoss des Neubaus, hier gibt es regelmässig warme Speisen und was man noch so braucht, eine richtig echte Mensa, wie sie andere Unis schon immer hatten. In aufgeschnappten Gesprächen von Studenten und Professoren ist die Bezeichnung für diesen Ort schon herauszuhören: Cafeteria. Guckt sie euch hier einfach selbst mal an.


Während also in der neuen Cafeteria alles seinen gastronomisch folgerichtigen Gang geht, steht die arme alte Cafete oben im dritten Stock nun einsam und verlassen da, die Berechtigung, Speisen & Getränke zu verkaufen, entzogen, heruntergekommen, ausgebrannt... - NEIN!


So ist es dann eben doch wieder nicht, denn der RAUM, wie die Ex-Cafete nun gennant wird, soll auch weiterhin von eifrigen Studenten als Ort des Zusammenkommens, der Feier und des Exzess genutzt werden, genau so wie die letzten Jahrzehnte schon. Im donnerstäglichen "Private Club" finden regelmässig nach Vorlesungsende wilde, zügellose Studentenparties wie früher statt!!!

Und was soll ich euch sagen: genau heute abend, dem 17.11.2011, spielt dort sehr spontan und nur sehr kurzfristig angekündigt eure POPGRUPPE SUPERSTOLK auf!!


Denn echte Kultstätten kommen bekanntlich noch besser, wenn dort auch echte Kultbands auftreten, das weiss ja jeder. Mehr über diesen Auftritt vielleicht später hier.



Jetzt aber erstmal: DOWNLOAD ORIG.CAFET.MUSIK.

Mediafire


This is an old tape specially recorded to be played at the Cafeteria of our old Artschool - the Hochschule für Gestaltung - where 15 years ago me & my brother were working one day in the week - only to have the opportunity to play our own electronic music there (okay, and maybe for the money...).

While there are already a bunch of these "Cafete"-tapes to be found on this blog, this here is the absolutly very first tape we ever recorded for that reason, without any sequencers or computers just straight from the synth into the four track recorder, using beats from the legendary "Beats, Breaks & Scratches"-Series. Every student who was studying from 1996-2000 at the HfG Offenbach and used to have a breakfast or lunch break on wednesday might have some memories of these tracks in their unconsciousness because we played it on and on and on. Now for the first time on unpop for free download - enjoy!!

Sonntag, 13. Juni 2010

Wennste wissen willst, wie spät es ist, dann brauch ich keine Uhr

Raul: "100 : 100 Uhr - Ein alter Mann erinnert sich" (C-15, sht 036, 1995)

WEISHEIT

Was man frühzeitig erledigen kann, muss man später nicht mehr machen... Diese Erkenntniss führte meinen Bruder Raul wohl dazu, bereits im Alter von 25 Jahren eine kleine Kassette mit seinen Lebenserinnerungen als ganz ganz alter Mann aufzuschreiben bzw. einzusingen.

Hier singt einer, der alles gesehen und alles erlebt hat und der im Herbst seines Lebens endlich klar erkennt, was es nun eigentlich auf sich hat, mit dem Leben: "Hunnert Uhr Hunnert, Zeit zum aufstehen: JETZT GEHT'S ERST RICHTIG LOS!"

(es sei angemerkt, dass Raul in Frankfurt geboren wurde und der alte Mann auf dieser Kassette
demzufolge in einem leicht hessischen Dialekt singt (Kerles nee...). Was Raul selbst übrigens nicht tut! Falls das jemand aus anderen Bundesländern einschüchtert, soll der froh sein, dass Raul nicht aus Kölle kommt, hehehe... Oder am End' gar Schwabe wär...).

Die zehn kleinen Songminiaturen behandeln alle relevanten Aspekte eines ganzheitlichen Lebens wie Liebe, Arbeit, Gott, Stolk und Tod. Und in meinem persönlichen Lieblingslied "Ein Gelbes" auch noch die Unfähigkeit der Menschheit, sich entscheiden zu können ("Doppelt und dreifach macht die Welt nicht besser: Klug bist du ja nicht!").


MÜLL

Der Titel dieser Kassette war seinerzeit ein geradezu geflügeltes Wort im Kreise der Künstlergruppe KIX (besonders die Frage, wie spät es denn sei wurde allzugerne damit beantwortet!). Als 1996 von der Hochschule für Gestaltung OF und den Offenbacher Entsorgungsbetrieben eine öffentliche Kunstaktion in Offenbach veranstaltet wurde, kam es deshalb sogar soweit, dass diese ganze Aktion (die ich - immerhin mein erster Kunstskandal - schon vor einigen Jahren ausführlich und subjektiv auf meiner Homepage dokumentiert habe, siehe hier - bitte runterscrollen!) eben diesen Titel bekam: Hundert Uhr Hundert.


Anzeige zur Kunstaktion
"100 Uhr 100" (1996).
click für gross


SCHINKEN

Besonderer Anlass für diesen post ist (- mal abgesehen davon, dass Raul mich schon seit über einem Jahr um mp3s von dieser Kassette gebeten hat) das neue F.A.N.Z.I.N.E., dass unser alter Lieblings-Autor Linus Volkmann seit neustem herausbringt. Ja, richtig gelesen, Fanzine wie in "selbergemachtes A5 Heft aus Papier zum aufklappen und umblättern und auch ohne USB-slot lesbar"), die
oberfamose Schinken-Omi!
Dieses unterhaltsame Untergrundmagazin enthält Witze über FACEBOOK, eine GRATIS-CD und einen großen Literaturteil. Und ein exklussives Interview mit der deutschen Schlagergruppe TOCOTRONIC, das seine besondere Exklussivität besonders daraus bezieht, dass es komplett erfunden ist.

In diesem Text passiert wieder das, was ich an meinem Lieblingsautor am meisten mag - er zitiert wieder mal eine von MIR geprägte Textpassage aus den Tagen des KIX Universums ( - was er in seinen Büchern übrigens oft macht, ohne dass das ausser mir und dem Autoren selbst irgendjemand bemerkt... Ich fühle mich da jedesmal mehr als geehrt, Herr Volkmann, aber diesmal bin ich - wie hier hoffentlich ersichtlich wird - garnicht der Autor des von Ihnen zitierten Satzes).

Wer das jetzt nur halb versteht, macht am besten Folgendes: die Schinken-Omi
bestellen und auf Seite 12 nachlesen, was Rick Mc Phail von Tocotronic am Telefon erfahren hat!

AUSGRABUNG

Die Suche nach den Orginalaufnahmen von 100:100 Uhr führte mich tief hinein in die Untiefen meines zum Glück relativ ordentlichen Musikarchivs...
Und auf dem entsprechenden DAT fanden sich tatsächlich - neben den gesuchten Songs - auch noch eineinhalb niemals zuvor gehörte Outtakes, die hier und hiermit erstmals der zahlenlosen Masse interessierter Musikfans vorgestellt werden.
Eine wirklich herzzerreissende Gruselnummer namens "Gespenster" und ein kurzer Schnipsel namens "Künstler", der in seiner Kürze wirklich alles zusammenfasst, was ein Künstler der Welt so mitzuteilen hat. Hatte ich komplett vergessen, diese Stücke - erinnerst DU dich noch an die, Raul??).




Download: HUNDERT UHR HUNDERT


This little tape features my brother Raul as a very old man singing about the the memories of his whole life. In order to have more spare time later on, he recorded those memories already at the age of 25. The title means "hundred minutes after hundred o' clock" or just 100:100. This became also the title of an art event i took part in 1996 and got now a citation in the brilliant new german fanzine "
Schinken-Omi".

Mittwoch, 22. Oktober 2008

We don't use ringtones !


Hier ein paar bilder vom debütauftritt (some pix from the first live performance by the) 'handy ensemble' (= 'mobile-' or 'cell phone ensemble'. germans find it very handy to call the mobile handy).


The ensemble is an idea by Justus/Mikko Hilgert and it's all about making the unheard sounds sent out by a mobile phone audible by using good old fashioned single coil guitar pick ups. (Handy auf'm guitarpickup = jede menge komische elektrosounds. und jedes modell klingt anders. each model sounds different!!).No ringtones were used/ klingeltöne sind verpönt!



This is a live recording from a presentation at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach, 17-10-2008 @ Room 101
Sound directed and conducted by Justus, mobile phones and single coils played by Alexander Dumitran, Mikko Hilgert, Torsten Kauke, Simon Schäfer and Christian Strobel.



handy ensemble - 101

Samstag, 28. Juli 2007

Famous last CD compilation



v.a. "kunststudentInnenmusik - kix kompilation juli 2002", CD-R, 2002"

Diese CD Kompilation mit tracks von Studentinnen und Studenten der Hochschule für Gestaltung, Offenbach war meine letzte aktive Handlung als Student des Hauses. Es war dies die allererste CD-Compilation, die die musikalischen Aktivitäten von Studenten dieser Institution zusammenfasste und einem begeisterten Publikum päsentierte. Und dies - im eigenen blog hat man ja alle Freiheit der Welt, sowas gaaaaanz breit zu betonen - ganze 2 Jahre vor dem offizielllen "Audiosampler_HfG_OF", der auf der Webseite der Hochschule als der einzig echte und erste Sampler gefeiert und zum Kauf angeboten wird...(der enthält aber großartige Stücke viel der auch hier beteiligten und ist deshalb nachhaltig zu empfehlen - aber meiner war trotzdem der erste, ätsch !).

Zu hören sind auf dieser CD unter anderem so seltene Aufnahmen, wie eine versehentlich veröffentlichte Vocal-Version eines Stückes von fym (ich bestehe aber weiterhin darauf: ich konnte nix für die Verwechslung!), herrjoergritter's alter und längst verlorenen geglaubter Future-Rama-Superhit "Zoid Berg" (noch als "D.J. Stress" veröffentlicht), die legendären CONCORDE, hier feat. Solestar (mit einem Stück, daß eigentlich nur als Outtake der "White Gold" LP Session rausging. Da die LP unveröffentlicht blieb, ist es nun das einzige Stück, das jemals von diesen Sessions veröffentlicht wurde. Klingt wie: Velvet Underground mit Daniel Nikolaou an den Turntables !!). Und wo wir schon beim Meister der Drehtische sind: Sel taebeth - die Johnpaulgeorgeundringo des Popmusik-Zerstörens - machen hier "Why Don't We Do It In The Road" kaputt. Meines Wissens ebenfalls die einzige Audio-Veröffentlichung dieser spektakulären Beatles-Ripoff-Schau um den Herrn Solestar). Die ja!Band covert Trio und (ich glaube) die Beatles (- die ja!Band entstand als reines Semesterprojekt in der allerauthentischsten Form von Punk: von Künstlern mit den richtigen Vorstellungen im Kopf aber nur wenig Instrumetenkenntnissen. Später lebten sie fast ein Jahr lang in einer Welt von ja!-Produkten.). Ebenfalls hier drauf sind ganz frühe Aufnahmen des fabelhaften Warst, der seitdem mit den unglaublichen Sounds seiner selbermanipulierten Elektro-Keyboards von sich reden macht. Neben allerlei schöner minmaler Electronic von vielen weiteren Künstlern (sehnse dir trackliste) finden sich dann auch noch schrille Noise-Attacken der berüchtigten Immanuel Cunt und des Peter Rast Trios, die schon von so manchem Zu-kurz-Denkenden als Nazi-Band missverstanden wurden. Bild dir deine Meinung !

01. martin schwember - mint
02. b emuliert a - get the car
03. fym - johnzun_vocals
04. raul c.o. kauke - moneydream
05. concorde - the gift (f/x version)
06. dj stress - zoid berg
07. ja! band - jajaja
08. der warst - aal
09. torsten kauke - try to try to try new (again)
10. sebastian göllnitz - new perplexity
11. ja! band - and i love him
12. raul c.o. kauke - umbrella
13. daniel herrmann - commander perkins 2
14. martin schwember - auto 7 variation
15. b emuliert a - rain
16. der warst - komfortable umstandskleidung
17. immanuel cunt - you are error
18. dj stress - bruch_doz
19. sel taebeth - road rape
20. peter rast trio - herodes israel (live in nürnberg 2002)
21. torsten kauke - konstantan

Download: mediafire


b emuliert a - get the car