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Montag, 16. September 2024

It was 42 years ago today...


Durch einen nostalgischen post an anderer Stelle (auf facebook) habe ich mich mal auf die Suche gemacht nach digitalen Spuren meiner ALLERERSTEN BAND, den legendären RADOWU (1982-1987)! 

Und konnte zu meiner Freude feststellen, daß das wohlsortierte Audioarchiv meines alten Bandkollegen Omo auch weiterhin online ist. Dort finden sich etliche Aufnahmen von frühen RADOWU-Songs und ein herrlicher biografischer Text über uns noch obendrauf (etwas, was ich hier auf dem unpop-Blog bisher bewusst ausgespart hatte)... Sollte das irgendwen interessieren - hier könnt ihr's hören: 

Listen to RADOWU - (Archiv-Seite bei audiomo)

 


Heutzutage unvorstellbar, aber wahr: es gibt so gut wie KEIN Bandfoto von RADOWU! Allerdings konnte ich aus den untersten Schichten meines eigenen Archivs diese fotorealistische Zeichnung (gezeichnet von Omo) herausfischen, die RADOWU bei der Arbeit in unserem ersten Studio zeigt (ca. 1983). Click für größer!

Genau, Kinners: das waren noch Zeiten!

(Zuerst veröffentlicht auf facebook am 16.9.24)

Dienstag, 15. Oktober 2019

Die KiX Anthologie



KiX Anthologie 1989-2002 (sht 035)
Pünktlich zu Beginn der dreiwöchigen KiX Retrospektive in Hanau veröffentlicht unpop-media diese Blütenlese ausgewählter Audioaufnahmen aus den glanzvollen Tagen, als KiX nicht nur mit seinen schrägen Comics sondern auch mit seinen nicht minder schrägen Musikproduktionen ins öffentliche Gerede gekommen war.
Die „KiX Anthologie 1989-2002“ enthält 32 Tondokumente. Manche dieser Tracks wurden bereits einmal in (relativ) großen Auflagen auf Tonträger gepresst, andere haben 30 Jahre lang im Archiv auf ihren großen Augenblick gewartet... – und dieser Augenblick, der ist jetzt!
Die „KiX Anthologie 1989-2002“ bietet einen musikalischen Querschnitt durch das akustische Schaffen der Künstlergruppe KiX, das neben viel Musik auch jede Menge Hörspiele/Hörstücke beinhaltete... Diese ganzen Bands mit den komischen Namen – Kaktuxxe, Fishkicks, Thrillkids, Superstolk – kommen mit bekannten und unbekannten Songs zu Wort und auch die elektronische Musik aus der Spätphase von KiX wird ausgiebig beleuchtet, es gibt ein Wiederhören mit (in Kennerkreisen) legendären Aufnahmen von lange verschollenen Tapes – und für die paar wenigen, die wirklich fast alles von KiX kennen (Hallo Erwin!) enthält die „KiX Anthologie 1989-2002“ sage und schreibe 13 zuvor noch niemals veröffentlichte Stücke!
Die „KiX Anthologie 1989-2002“ ist ab dem 11.10.2019 während den Öffnungszeiten der „KiX Retrospektive“ in der Galerie Freihafen, Hafenstraße 1 als limitierte CD-R oder als Download erhältlich (ab November 2019 auch auf Bandcamp!).

Samstag, 1. Dezember 2018

Gymnasiastenpunk!


 
"Gymnasiastenpunk 1987 - 1989" - The very best of Asozialsky & Hatsch 

Heute bei Bandcamp veröffentlicht: Die ultimative Asozialsky & Hatsch-Compilation! 51 Dada-Punk-Orginale aus den Jahren 1987 - 1990!
"Aufgenommen zwischen 1987 und 1990 im elterlichen Hobbykeller in Erlensee von Torstn Kauke (Asozialsky) und Raul C.O. Kauke (Hatsch). Kompiliert 2007 von T. Kauke, dann 10 Jahre vegessen, überarbeitet im Sommer 2018 - und jetzt endlich raus damit! 80 % der Aufnahmen in den Achtzigern veröffentlicht auf diversen C-15 Kassetten, 20% nie zuvor gehörtes Archivmaterial!"

Viel Spaß dabei!


Sonntag, 10. September 2017

Blutflecken aus Hessen!





BRANDNEW
 
Die 'Bloodstains across...'-Compilation-Serie beleuchtet bekanntlich die historischen Punkrockbrutstätten auf der ganzen Welt (lies es hier)

Die allerneuste Ausgabe dieser Serie ist gar keine offizielle Ausgabe, sondern ein liebevoll gemachtes Untergrund-Remake über euer liebstes Bundesland und enthält nicht eine, auch nicht zwei - sondern DREI Nummern, auf denen ich mitspiele! 

Welche das sind, müsst ihr natürlich selbst herausfinden, denn die Compilation gibt's seit gestern zum Punker-Lieblings-Preis ( = für 'umme') auf dem WhyDoThingsHaveToChange-Blog. Vor dem Besuch dieser Seite aber lieber mal 2 - 3 GB Speicherplatz auf der Festplatte freischaufeln, denn dort gibt's so manche weitere mp3-Leckerei, die das Punkrockerherz höher schlagen lässt!

Download "Bloodstains across Hessen 2017"

Montag, 4. März 2013

Frequentistic ages makin' our time...

Kaktuxxe: "Chicalagazelle - 20th Anniversary Edition"
(5 CD Set, unpop-media 2013)


Kaktuxxe Autogrammkarte (Foto: Volker Augustin)


N
ach 2 Monaten absoluter Funkstille auf diesem Blog gibt es heute endlich was neues. Und zwar nicht weniger als die Erfüllung eines 20 Jahre alten persönlichen Wunschtraums: Die "De Luxe" Ausgabe der Chicalagazelle!  Denn vor mehr oder weniger 20 Jahren (am 5.2.1993) erschien dieses erste und einzige Album der Hanauer Punk/Artrock/Kraut/Fragmichnicht-Band
Kaktuxxe, welcher ich und meine Bandkollegen große Teile unsrer schönsten Jugendjahre schenkten. Und wie ich bereits vor 6 Jahren, als ich diese CD zum erstenmal vorstellte, schrieb: die erste "richtige" Band  im Leben ist wie die erste richtige Liebesbeziehung - und die süßen Erinnerungen daran behalten ihr Leben lang einen besonderen Stellenwert in der eigenen Erinnerung (die sich noch dazu mit dem Fortschreiten der Zeit immer mehr verklären!)... Zum 20 Jährigen Geburtstag dieser CD gibt es also hier und nun die historisch-kritische Fassung von "Chicalagazelle" - in Form eines 5 CD-Sets, das sich ausführlich mit den entscheidenden Entwicklungsstufen hin zum fertigen Album auseinandersetzt!

Die "Chicalagazelle - 20th Anniversary Edition" enthält nicht nur das (leicht aufgefrischte) Orginal Album, sondern zusätzlich je eine CD mit Outtakes/Rough Mixes, einer CD mit Demos und experimentellen Aufnahmen, die im selben Geiste wie das komplette Album entstanden (und sogar Songs präsentiert, die nie realisiert wurden!), einer CD mit Proberaum-Aufnahmen ("The Rehearsal Album'), die als Vorbereitung auf die 'Chicalagazelle'
Studio-Aufnahmen entstanden und (trotz ihrer leider grottigen Soundqualität) die euphorische Live-Energie der Kaktuxxe und die Vorfreude auf den anstehenden Studiotermin gut dokumentiert. Eine weitere CD enthält ein (beinahe) komplettes Live-Konzert der Kaktuxxe, das genau einen Tag nach den Studioaufnahmen stattfand und deshalb musikalisch sehr nah an den Album-Versionen herankommt. Der Herr Tape-Archivar präsentiert hier, alles andere als unstolz, das Ergebniss einer einjähriger Recherche im Labyrinth seiner unzähligen alten Magnetband-Kassetten! 



CD1: Chicalagazelle - The Original Album

 

  

Im März 1992 eingespielt,
aber erst im Februar 1993 erschienen: hier haben wir das Orginal Kaktuxxe Album vorliegen. Einige Worte darüber habe ich bereits in meinem Blogeintrag von 2007 verloren, da kann man ja nachlesen.
Hier haben wir das Album nun in einer behutsam digital aufgefrischten, neuen Version vorliegen. Ich halte besonders die Stilvielfalt und die Melodien unsrer kleinen angesägten Artrock-Band von damals nach wie vor für besonders bemerkenswert, aber dennoch mutmasse und ahne ich bereits, daß sie auch 20 Jahre später nicht wesentlich mehr Leute als damals interessieren wird. Das verurteile ich aufs Schärfste!! Alles, was damals geschah und mit dieser Edition wieder geschieht, ist aber ohnehin nur
für euch wenige, handverlesenen Fans gebastelt und gemacht und geschrieben worden! Ich freue mich, wenn euch das hier ein bisschen freut!! A labour a love from me to you!

CD 1 - Original Album

01. Love/Hate
02. 193
03. Summertime
04. Fructus Quilaya
05. The reason Why (Kufte 92)
06. Im Strumental
07. (My Love Is Like A) Dragon
08. Burn Down The Warehosue
09. More Than I Want To  (Fuckit 92)
10. We Will Die
11. False Tongues
12. Napalm Death In The Chou Chou Clock
13. Chicalagazelle
14 (193 Seconds Of Silence)
15. Destroy Digitalism!

Recorded march 7-13 1992 at
Phase 4 Studio/AindlingMix & Recording: fritz & P.
Cover art by Rautie


Download CD 1




Original Digitalisierungsprotokoll, damals noch unter Katalognummer
Bad 014 auf dem Boxhamsters-Label BAD MOON geführt (wo die CD
ursprünglich erscheinen sollte...)


  


CD 2: Chicalagazelle - Outtakes & Rough Mixes







Foto: Volker Augustin
Hier zum ersten Mal zusammen veröffentlicht: All jene Songs, die aus diesem oder jenen Grund nicht ihren Weg aufs Album fanden und deshalb die letzten 21 Jahre ein Schattendasein auf (zum Glück) gut beschriftetetn Audiokassetten fristen mussten. Nun ans Licht der Öffentlichkeit gerissen! Ich zum Beispiel liebe seit jeher die instrumentalen Vorstufen zum Titeltrack "Chicalagazelle", die verschiedene instrumentale Aspekte dieses Songs genauer beleuchtet (z.B. Manutchehr's komplette Klarinetten-Improvisation oder seine wahnsinnigen Background-Gesänge, die letztendlich zu großen Teilen in den Hintergrund gemischt wurden), das längst vergessene "Grün Grün Krokodil" (im Orginal auf dem tape DöZ & tvuzk: "Zu Tode Gequetscht" zu finden) und einige Klassiker des Kaktuxxe-Repertoires wie etwa der "Sailor" und das noch zu DDR-Zeiten komponierte "(My Girl in the) GDR" (hier auch in einer Version mit Schlagzeuger Flo's Gesang - denn der hatte zu dieser Zeit tatsächlich ein Girl in Thüringen!) Ein besonders hübsches Dokument ist das "Making Of Burn Down The Warehouse" - jenem kurzen Punkkracher der CD, das als letztes Stück direkt während der Studioaufnahmen geschrieben wurde. Ein Fliege an der Wand machte diese Live-im-Studio-Aufnahme: die Kaktuxxe diskutieren den Aufbau des Songs und nehmen ihn anschliessend in einem einzigen take auf - und das in nicht einmal 10 Minuten, wie dieses Audiodokument eindrucksvoll beweist! 


CD 2 - Outtakes & Instrumentals

1. Chicalagazelle (Basic Track with background vocals & clarinet)
2. Untertan
3. Sailor (take 1)
4. (My Girl in the) GDR 1 (vocals Flo)
5. False Tongues (take 1)
6. Waitin‘
7. Grün Grün Krokodil
8. Sailor (take 2)
9. (My Girl in the) GDR 2
10. Burn Down The Warehouse (“Making Of“ live in the studio)
11. Chicalagazelle (Instrumental Version)
12. We Will Die (Instrumental Version)
13. 193 (Instrumental Version)
14. More Than I Want To (Instrumental Version)
15. Napalm Death In The Chou Chou Clock (Instrumental Version)
16. Summertime (Instrumental Version)
17. Waitin‘ (Instrumental Version)
18. Grün Grün Krokodil (Rough Mix, full length)

Recorded march 7-13 1992 at
Phase 4 Studio/Aindling
Mix & Recording: fritz & P.
Cover art based on scribbles by Rautie

Tape Research & Restauration by T.  Kauke 2013


Download CD 2




CD 3: Chicalagazelle - Demos & Experiments




 


Autogrammkarte 2
(Foto: Volker Augustin)
Die dritte CD präsentiert eine Sammlung von Heimaufnahmen, die alle in Monaten vor und nach den Chicalagazelle-Studioaufnahmen entstanden sind und die den experimentellen Geist des Albums atmen. Es sind ein paar Demos und Skizzen zu Songs, die auf dem Album landeten, zum großen Teil aber auch Studien zum Thema "Frequentismus" - ein Kunstwort zur Beschreibung der Musik, die wir damals erfanden, als wir immer zusammen saßen, Comics und Kunst malten und dabei stundenlang im Radio über Kurz- und Langwelle komische Störfrequenzen hörten. Mit dem Ziel, davon verrückt zu werden! Fragense nicht warum, aber ich kann sagen, wir waren erfolgreich (und es kam uns wesentlich billiger, als wahllos harte Drogen zu nehmen, hatte aber am Ende den selben Effekt!). Viele der düsteren Motive und grausigen Bilder, die sich durch das ganze Album ziehen, finden hier ihren Ursprung. Etwa die Vorstellung einer Welt, in der sich Leute den eigenen Arm abschneiden um damit dann andere Leute totzuschlagen oder die ungläubige Faszination für eine Religion, in der die Menschen einen Mann anbeten, der an ein Holzkreuz genagelt wurde - und die angebliche Tatsache, dass nur 3 (oder waren es 5 ?) Gehirne in unserer Welt wirklich denken...
Die meisten dieser "
frequentistischen" Ideen wurden schließlich aber während der Studiosessions zugunsten eines "Rock-Album, dass sich verkaufen lässt" wieder fallen gelassen, was damals sicher einer unserer größten Fehler war, da es sich es trotzdem nicht sonderlich verkaufen ließ. Der andere Fehler war, die Aufnahmen nicht auf Vinyl sondern auf CD zu pressen, weil sie damals sagten, die LP sei tot und die Menschen würden in Zukunft nur noch CDs hören. Jaja, immer klüger ist man erst hinterher! Einzig der über 15 minütige Track "Destroy Digitalism", der eine komprimierte Collage all dieser experimentellen Einfälle darstellt, fand dann letztendlich seinen Weg auf das Orginalalbum. Ein besonders schönes Fundstück ist deshalb der Basictrack von "Destroy Digitalism" - eine Gruppenimprovisation mit vielen akustischen Instrumenten wie Akkordeon und Vibraphon und gespenterhaften Backgroundchören (damals auch der "Happy Peppi Birtday Swing" genannt, da am Geburstags unseres Leadgitarristen eingespielt). Heute, über 20 Jahre später, sind es wahrscheinlich gerade diese homerecordings, die am frischesten und interessantesten klingen - für meine Ohren jedenfalls unbedingt (CD 3 ist jedenfalls definitiv meine Lieblings-CD dieses Sets!!!).

CD 3 - Demos & Experiments

1. Chicalagazelle (Demo by dÖz)
2. Frequentistic Tape #1 (dÖz)
3. The Cries Of Terror (Demo by dÖz, Raul & tvuzk)
4. Destroy Digitalism (Instrumental Basic Track)
5. Life Is Not A Party (Demo by dÖz, Raul & tvuzk)
6. Frequentistic Tape #2 ‚Deutsches Fernsehen‘ (tvuzk)
7. Deutsche Tugend, Deutsche Pünktlichkeit (Demo by Flo)
8. Jesus Christus (Demo by dÖz)
9. Frequentistic Tape #3 (dÖz)
10. Metal Demo (Pepi)
11. Frequentistic Tape #4 (tvuzk)
12. The Gospel According To Mary And Jane (Demo by dÖz)
13  Frequentistic Tape #5 (Flo)
14. False Tongues (Demo by tvuzk)
15. Frequentistic Tape #6 (dÖz)
16. She Knows The Way (Demo by tvuzk)
17. Chicalagazelle Chant (dÖz & Pepi)

Recorded 1991/1992 at home
Cover art based on scribbles by Rautie
Tape Research & Restauration by T.  Kauke 2013


Download CD 3


 

CD 4: Chicalagazelle - The Rehearsal Album







Das wohl beste Pressefoto der Kaktuxxe...
(Foto:Volker Augustin)
Das "Rehearsal Album" ist eine Songauswahl, die ich in den Wochen vor den Studioaufnahmen aus zahllosen Proberaum-Mischnitten zusammenstellte. Immer schon der Tape-Archivar der Band suchte ich damals akribisch nach den packendsten Versionen der Songs, die wir im Studio einspielen wollten und erstellte daraus dieses Tape als eine Art Blaupause von Chicalagazelle. Dieses Arbeitstape - nur zur internen Verwendung für Bandmitglieder gedacht - liegt hier mehr oder weniger in seiner Orginalform vor. Deshalb auch in scheusslicher Tonqualität! Mein Dank geht an etliche digitale plug-ins, die in der Nachbearbeitung das Material überhaupt erst eingermassen anhörbar gemacht haben.  Bis auf die Tracks "Fructus Quilaya" (eine kopflastige Jazznummer, die rund um unseren verworfenen Song "It's Love" herum arrangiert wurde und erst unmittelbar vor dem Studiotermin entstand) sowie "Burn Down The Warehouse" (das direkt im Studio entstand, vergl. CD2 - Outtakes & Rough Mixes) sind hier fast alle Songs des Albums vertreten. Die Energie und Spielfreude der Aufnahmen wirft aber auch ein interessantes Licht auf die Befangenheit, unter der noch junge die Band bei ihrem ersten "richtigen" Studiotermin litt - denn ganz so wild und frei und ...crazy, wie das hier bei uns daheim im Proberaum im Hanauer Schloss Philipsruhe rüberkam, klang es dann im Studio - fern von zu Hause im tiefen Bayern - nicht an allen Stellen. Die "Frequentistic Jam Session", die diese CD abschliesst, entstand erst Monate nach dem Studiotermin, im Mai 1992, passt aber von ihrer Haltung perfekt ins Programm - und featured sogar unseren Bandgrafiker (und inoffizielles 6. Bandmitglied) Rautie am Vibraphon!



CD 4 - The Rehearsal Album
1. Love / Hate
2. More Than I Want To (Fuckit 92)
3. Summertime
4. Napalm Death In The Chou Chou Clock
5. 193/ Untertan/ Fuckit 92
6. Grün Grün Krokodil
7. We Will Die
8. (My Love Is Like A) Dragon
9. The Reason Why (Kufte 92)
10. Waitin‘
11. Chicalagazelle (I‘m Loving You)
12. Frequentistic Jam Session

Rehearsals recorded live 1991/1992 at
Schloss Philipsruhe/Hanau
Cover art based on scribbles by Rautie
Tape Research & Restauration by T.  Kauke 2013


Download CD 4




Die Kaktuxxe in ihrem Proberaum im Turmzimmer des Schloss
Philipsruhe in Hanau (Foto: Volker Augustin)




CD 5: Chicalagazelle - Live 1992








Live 1992 in Hanau/ Schweinehalle (Foto: R. Piesenecker)
Unmittelbar nach der Chicalagazelle-Aufnahme Session in Aindling/ Bayern (im damals angesagten, umgebauten Bauernhof-Studio Phase 4, direkt nach unserer Heimkehr, hatten wir einen Live-Auftritt im hessischen Schotten, in einem Club, dessen Namen leider keiner mehr weiss (Nur für die, die sich an ihn erinnern können: Der Schmidti hatte uns diesen Gig organisiert!). Die Bedingungen für einen Clubauftritt auf dem Lande waren entsprechend (höre z.B. das alkoholisiert gröllende Publikum mit den obligatorischen "Schneller-Lauter-Härter" Rufen), doch eure Kaktuxxe schlagen sich hervorragend und reproduzieren den Sound ihres frisch aufgenommenen Studioalbums erstaunlich gut. Und es ist - soweit es das Archiv heute belegen kann - das erste und einzige Mal, dass wir unsere Songs "Chicalagazelle" und "Fructus Quilaya" live vor Publikum gespielt haben! Der Optimismus der Band ist hier gut dokumentiert, wenn sie stolz die "neue LP, die in 2 Monaten rauskommt" ankündigt. Wer weiss, wie der Abend geklungen hätte, wenn wir schon geahnt hätten, dass es noch die Absage von zwei Labels sowie den Mythos vom "Tod der LP" bedurfte, bevor die Aufnahmen schließlich als CD im März 1993 tatsächlich (auf  "Lalabuh-Records" - dem Label der befreundeten Hanauer Band "Add To Nothing") veröffentlicht wurden.... Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ein JAhr später hatten sich die Kaktuxxe musikalisch bereits so weit weiterentwickelt, dass sie auf der CD-Release Party der "Chicalagazelle" - am 5.2.3. 1993 in der Hanauer Schweinehalle - nur noch ganze vier Stücke von diesem Album spielten. Was übrigens auch der Grund ist, wieso die 20th Anniversary Edition keine 6. CD mit dem Mitschnitt dieser CD-Release Party enthält. Der kommt dann irgendwann andersmal, hier auf unpop!



CD 5 - Live 1992
1. Love/Hate
2. Summertime
3. Napalm Death In The Chou Chou Clock
4. 193
5. False Tongues
6. (My Love Is Like A) Dragon
7. Im Strumental
8. Untertan
9. Grün Grün Krokodil
10. Chicalagazelle
11. Am Ende Bleiben Tränen
12. 193 (Instrumental Version)
13. Burn Down The Warehouse
14. Die Art Von Frau / More Than I Want To
15. Napalm Death In The Chou Chou Clock
16. Fructus Quilaya


 
Recorded live at the Wiehiessernoch-Club/Schotten 03.14.1992>
Cover art based on scribbles by Rautie
Tape Research & Restauration by T.  Kauke 2013


Download CD 5


Programm der Hanauer Schweinehalle 2/1993.





This 20th Anniversary Edition Reissue of "Chicalagazelle" - the first and only album by our nineties Hardcore/Punkrock/Artrock/Krautrock-Band KAKTUXXE - is exactly that 5 CD De Luxe-thing I was always dreaming about since the CD was first released in 1993 (you can even read an anouncement in the original booklet of "Chicalagazelle"!).
This CD set contains the regular album (slightly remastered), one disc with all unissued outtakes and rough mixes, one CD with demos and experimental stuff we were doing while writing the songs for the album, one CD with Rehearsal recordings from that time and one CD with a complete Live Gig played shortly after the recording sessions for this album. I was digging in my old tape archives for almost a year and found a lot of interessting and long forgotten stuff... a labour of love for a small group of fans and connaisseurs. Hope they like it. And maybe you, too... 

Samstag, 22. Dezember 2012

Wir warten auf's Kristkind No.5

Hanau Punkrock History





Kaktuxxe: "Das Kaktuxxe Archiv Volume 2, 1990-1991" (C-60, 1991, Privatveröffentlichung)

Was es auf sich hatte, mit den "Archivtapes" der Kacktusse/Kaktuxxe konnte man ja bereits vorgestern im post für Vol. 1 lesen. Wie die erste Ausgabe so enthielt auch diese zweite (und leider letzte) Ausgabe des "Kaktuxxe Archivs" Studio-Outtakes, Demos, Proberaum-und Live Aufnahmen der Band aus der Zeit von 1990-1991, die, zusammengestellt von ihrem Rhythmusgitrarristen (also mir), der Band zu Weihnachten 1991 liebevoll kredenzt wurde.
Dieser zweite Teil ist besonders interessant wegen der zwei Studio-Outakes von der (hier bereits ausgiebig dokumentierten) Studio-Session für die erste Kacktusse-Single "Fight The Nazi Baby". Hier finden sich nämlich der längst vergessene "Take 1" des Titelstücks (mit geflangter Gitarre) sowie die komplette Version des obskuren Jazz-Stück "Das Jäzzige", das schließlich nur als kurzer Instrumental-Schnipsel auf der Platte landete, ursprüngliche aber eine Zweiminütige Funk-Nummer mit Gesang gewesen war. Beide Mixe wurden am ersten Aufnahmetag schnell mal auf Kassette gemischt und anschliessend verworfen und die Orginalspuren gelöscht. Die beiden Rough-Mixes dieser tapes finden sich hier - und nur hier - auf dieser Kassette!

Daneben finden sich viele Proberaum-Aufnahmen aus dem damals frisch bezogenen Proberaum im Turmzimmer des Hanauer Schloss Phillipsruhe, an dem wir endlich ausschweifend die ganze Nacht durch jammen konnten, ohne einen Anwohner zu stören. Der Hall auf den Aufnahmen ist erstaunlich - und natürlich, so klang es damals im Turmzimmer - und auch deshalb ist es kein Wunder, dass sich der ursprünglich sehr trockene und dreckige Punkrocksound der Kacktusse?Punk? (vergl. Volume 1) in diesen Jahren immer mehr in sphärisches Hippie-Kraut-Gedröhne verwandelte - ein Titel wie "Grobschnitt-Session" sagt dazu ja wohl alles! Und sogar alter 70-er Rock (wie Lou Reed's "Sweet Jane") wurde bei uns wieder salonfähig! Eine besonders ausschweifende akustische Version des Kacktusse-Shanties "Sailor" stammt z.B. aus einem gemeinsamen Bandurlaub in (natürlich) Holland! Weiterhin finden sich viele Live-Mitschnitte der zahlreicher werdenden Konzerte auf dieser Kassette, dabei auch so Eskapaden wie "Smoke On The Water", dass ich mich nur Linkshändig zu spielen bereit erklärte (und das auch entsprechend klingt!).
Ja, auch weitere Live-Mitschnitte aus diesem kultigen Keller-Konzert in Hanau 1991 sind auf der Kassette enthalten:



Im Gegensatz zum ersten Archiv-Tape fügte ich diesem zweiten Tape sogar noch ein kleines Booklet mit erläuternden Informationen bei (das nun im Download als pdf beiliegt und hoffentlich auch weiterhin erklärende Wirkung hat!).

"Das Kaktuxxe Archiv Volume 2, 1990-1991"
A1. Nazi Baby (Studioversion Take 1)
A2. Das Jäzzige - Vokalversion (Studio Outtake)
A3. Try to give love (Improvisation)
A4. Sweet Jane
A5. Faschos und Krawall (Vokalversion)
A6. Glückliche Welt (Liveimprovisation 12-90)
A7. Im Strumental (Liveversion 1 & 2, 12-90)
A8. Im Strumental  (Live im Proberaum Version)
A9. GDR
A10. Rock'n'Roll Lärm
A11. Grobschnitt-Session Part 1
A12. Grobschnitt-Session Part 2
A13. Das Jäzzige '91


B1. Old Men (JUZ Langenselbold, Feb 91)
B2. S.P.A. (JUZ Langenselbold, Feb 91.1)
B3. Der Kleine Spatz ( Live Hanau Feb 91)
B4. Smoke on the water ( Live Hanau Feb 91)
B5. GDR (Demo)
B6. Sailor (akustisch) (Live in Holland Apr 91)
B7. Kleine Laterne (Live-Improvisation März 91
B8. Little Birdies (Live Hanau Mai 91)
B9. Ten Years Part 1  (Live Hanau Mai 91)
B10. Ten Years Part 2  (Live Hanau Mai 91)
B11. Alkoholiker '91


Download "Das Kaktuxxe Archiv Volume 2, 1990-1991" hier




Und hier wieder ein paar obskure Kaktuxxe-Fotos (diesmal eine "Instrumental"-Portrait-Serie der Band):

Flo

Raul

Pepi

tvuzk

Blick in den Proberaum im Turmzimmer
des Schloss Philippsruhe in Hanau


Second Edition of the "Kacktusse Archiv Tape" (but the band's name was now written "Kaktuxxe") containing Live- and Demotracks from the years 1990-1991. The most interesting tracks might be the two studio outtakes from the recording session od our first 7'' Singles that were mixed down only once to tape and than wiped out. Just like the first edition, this tape was never oficially "released" but only handed out to the band members in an edition of 10 as a Xmas gift in 1991. Now for the whole world to hear (and hey, isn't that exactly what the world wants today, right??)

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Wir warten auf's Kristkind No.3

Hanau Punkrock History



Kacktusse? Punk! - "Das Kacktusse-Archiv Volume 1, 1988-1990" (C-60, 1990, Privatveröffentlichung)

"Wenn man Musik macht, schmeckt das Bier viel besser" - Die frühen Kacktusse? Punk! Aufnahmen!
Zu der großartig-seltsamen Hanauer Deutsch-Noise/Punk/UndWasNoch-Band "Kaktuxxe" habe ich ja schon einige Kilobytes an Textdaten im Inneren dieses Web Logs verstreut, die sich unter dem Suchwort "Kaktuxxe" oder "Kacktusse" alle schnell und bequem aufrufen lassen.

Der aufmerksame Blogleser könnte sich erinnern, dass ich (natürlich, wie damals fast alles, gemeinsam mit Bruder Raul) 1989 in diese Band einstieg, als sie sich noch "Kacktusse" nannte. Die frühe Geschichte dieser Band, bevor wir dazu kamen, blieb bisher ein wenig unbeleuchtet (nur hier steht was), weil sich die Texte hier natürlich zum größten Teil direkt aus meinem Langzeitgedächtniss nähren - ja, und erinnern SIE sich mal an Begebenheiten, bei denen Sie garnicht dabei waren!


Genaugenommen aber habe ich das getan, bereits 1990 schon und auf Kassette! Als Raul & ich im Herbst 1989 Teil der Band wurden, bekam ich nämlich irgendwann einen Stapel verranzter Audio-Kassetten in die Hand gedrückt, die die gesamten Studio-Sessions der Kacktusse? Punk! enhielten. "
Kacktusse? Punk!"- so nannten sie sich nämlich, bevor der Name mit unserem Beitritt auf nur "Kacktusse" verkürzt wurde.
Wie gesagt, die Orginal Vierspurbänder, und allesamt nicht abgemischt, so daß man sich die Stücke auch nicht einfach so anhören konnte. Mein Sinn für die forschende Archivarbeit war schon damals sehr ausgeprägt und deswegen setzte ich mich tatsächlich hin und sichtete das Material auf diesen alten Kassetten (die vorher Old School Hip Hop und Schlagermusik enthalten hatten und auf denen heillos verstreut die ersten musikalischen Ausbrüche von Manutchehr, Pepi, Mica und wechselnden Bassisten zu hören waren).

Eine Auswahl der besten Stücke aus dieser Zeit - darunter längst vergessene "Klassiker" mit Titeln wie "Zwischenfick im O.P.", "Arschloch!" oder "Hanau - Bullenstadt und Yank-Exil", die ein unangenehm deutliches Licht darauf werfen, wie die so war, eine Jugend in ausgerechnet Hanau Ende der Achtziger Jahre - und die natürlich genau deshalb bei Eingeweihten bis heute einen gewissen Kultstatus haben. Ausserdem finden sich hier auch rudimentäre Frühversionen von Songs, die die Kaktuxxe später teilweise sogar noch Mitte der Neunziger im Repertoire hatten, wie z.B. "Fuck it", "My Girl in the GDR", "Die Art von Frau" und natürlich der ewige Kultschlager "Am Ende bleiben Tränen" (mehr zu diesem Stück kann man hier lesen).

Besonders aufschlussreich sind auch die Live-Aufnahmen des skandalösen ersten Kacktusse? Punk! Auftritt im legendären Hanauer Kultur-Basar ("Ku-Ba"), von denen auf der Kassette einige vertreten sind. Ja, das war genau das Konzert, auf dem auch dieses legendäre Livevideo hier entanden ist:





Daneben enthält die Kassette auch noch die ältesten existierenden Kacktusse-Aufnahmen, auf denen Raul und ich 1989 mitspielten - die ersten Vierspur-Demo Aufnahmen für Songs, die später auf unserer ersten 7" Single "Fight The Nazi Baby" erscheinen sollten. Alles in allem ist diese Kassette also ein wahres Feinkost-Fachgeschäft für den fortgeschrittenen Kaktuxxe-Fan und das einzige Manko daran war, dass es damals - ausser die selbstverliebte Band selbst - keine fortgeschrittenen Kaktuxxe-Fans gab. Weshalb das "Kacktusse Archiv"-Tape auch niemals offiziell verkauft wurde, sondern in einer Auflage von nur 10 Stück ausschliesslich an Mitglieder der Kaktuxxe und deren Angehörige verschenkt wurden. Von mir! Zu Weihnachten 1990!

Im Irrglauben, dass das Zweiundzwanzig Jahre später vielleicht anders sein könnte, präsentiere ich jetzt dir, liebe Weltöffentlichkeit, als heutiges Weihnachtsgeschenk erstmals das musikalische Vermächtnis der frühen Kacktusse? Punk! - zum download für alle!

Das heutige unpop-Weihnachtsgeschenk:
die frühen Kacktusse? Punk! Aufnahmen



Kacktusse? Punk! - "Das Kacktusse-Archiv Volume 1 - 1987 - 1990"

A1 Zwischenfick im OP
A2. Am Ende bleiben Tränen
A3. Rot, rot, rot - gebt mir ein Stück Brot
A4. Hanau - Bullenstadt & Yankexil
A5. Arschloch
A6. My Girl in the GDR
A7. Take 5
A8. Fuck It!
A9. Faschos und Krawall (Instrumental)
A10. Blutscheisser (Live im Ku-Ba 1989)
A11. Im Winter wenn Schnee fällt (Live im Ku-Ba 1989)
A12. Die Art von Frau (Live im Ku-Ba 1989)
A13. Elefantenlied (Live im Ku-Ba 1989)

B1. Die Art von Frau (4-Spur Demo 1989)
B2. Take 5 (Session)
B3. Gitarreninstrumental (Session)
B4. Skinhead - Piss Off
B5. Hallelujah
B6. Kill Your Wife (1st Demo)
B7. Nazi Baby (1st Demo)
B8. Instrumental  (Falsche Zungen) (Mai 1990 Demo)
B9.Nazi Baby (Mai 1990 Demo)
B10. Frohgesang (Am Ende bleiben Tränen) + S.P.A.(Mai 1990 Demo)
B11. Proberaum-Improvisation 1990
B12. Alkoholiker müssen allein sein




Kein Kacktusse-Post ohne obskure Fotos! Hier sind die
lange totgeschwiegenen allerersten Presse-Fotos der
Kacktusse, aus dem Herbst/Winter 1989.
 
Pressefoto #2: Kacktusse 1989.
Die erste Boygroup des Hardcore-Punk?

The "Kacktusse Archiv Volume 1" was a C-60 tape compilation containing the earliest tracks recorded by the german punk band Kacktusse from Hanau when they still were called Kacktusse?Punk?... These demos were all recorded in 1988-1990. The tape was never oficially "released" but only handed out to the band members in an edition of 10 as a Xmas gift in 1990. Now for the first time for everybody (if anybody is interested at all).   

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Wir warten auf's Kristkind No.2


"Raul & tvuzk singen dem Rautie eins" - (Weihnachts-Tape, C-15, 1990, bisher unveröffentlicht)

Der heutige Weihnachtspost ist völlig privater Natur!
Hier könnt ihr mal sehen: sowas hier haben ich und mein Bruder Raul vor 22 Jahren zu Weihnachten im Freundeskreis verschenkt! In einer Auflage von ca. 10 Stück produzierten wir damals diese C-15 Kassette mit individuellen, handgemalten Covern und auf der Kassette komplett unveröffentlichte Studio- und Live-Aufnahmen. Stücke von Raul, mir, wir beide gemeinsam und von unserer damals aktuellen Punk-Pop-Band
No Funny Handtoys. Dieses Exemplar, das wir offenbar damals dem ollen Rautie auf den Gabentisch legten, fand ich Anfang des Jahres in einer großen Tapekiste, die mir Rautie sozusagen "zurückvererbt" hat. Ein hübsches Zeitdokument und ein hübsches Besispiel für die zahllosen tapes mit rarem/unbekannten Material, die wir damals im Bekannten/Freundeskreis herumschenkten.

Da die ursprünglichen musikalischen Knaller dieses tapes - die Liveaufnahmen der No Funny Handtoys - seit März diesen Jahres in besserer Qualität wiederveröffentlicht wurden (und zwar zum kostenlos Download, und zwar genau hier zu finden), widmen wir uns ohne irgendwelche weiteren Geschichten über die
No Funny Handtoys (kann man alle hier nachlesen) der A-Seite dieser Kassette. Dort findet sich vor allem das herrliche "Der Weihnachtsmann ist kein Bumms-Lokal", von Raul - ein Outtake aus der Zeit seiner großartigen "Glücklichmensch"-Kassette von 1990. Diese Kassette enthielt auch den Raul-Song "Words are Just Words", den wir hier auf dem Weihnachtstape gemeinsam - und weltexklussiv! - akustisch interpretieren. Von mir gibt's eine eher mässig gelungene (wenn nicht gar schlechte) Coverversion des Asozialsky und Hatsch-Hits "I Love You" sowie einen Outtake aus meiner Kassette "16 gesellschaftliche Lieder und Balladen" von 1990 (lies alles darüber hier). Das kann euch jetzt interessieren oder nicht - ihr kriegt es so oder so jetzt als 2. Vorweihnachtsgeschenk von mir geschenkt!

"Raul & tvuzk singen dem Rautie eins" (1990)
A1. Raul - Weihnachtslied - Der Weihnachtsmann ist kein Bummslokal
A2. tvuzk - I love you (Asozialsky & Hatsch)
A3. Raul & Tvuzk - Words are just words
A4. tvuzk - Die Gesellschaft hat einen Knoten im Hirn

B1. No Funny Handtoys - Forgotten Night (live Ku-Ba 1990)
B2. No Funny Handtoys - Halt's Maul
B3. No Funny Handtoys - Uhura (live Ku-Ba 1990)

Download hier: "Raul & tvuzk singen dem Rautie eins"


This is a tape Raul and me gave Rautie in 1990 as a christmas gift. It contained some demos and live recordings of us and our band No Funny Handtoys all unreleased by that time. Now you can find the live material elsewhere (here) and you can ignore the other songs because some of them are not good - or you can download it and decide for yourself!


Nächster Weinachtspost: gleich morgen!


Mittwoch, 10. Oktober 2012

Neues von beiden Mainseiten




Schon wieder gelöscht: das "Uferlos"-Blog!



1. Flussübergreifende Massnahmen

Unser allzeit umtriebiger Lieblingspopstar Daniel Zero hat etwas Neues in der Nachbarschaft entdeckt: Das Dazugehörigkeitsgefühl zum musikalischen Untergrund, der hier um den Main herum, zwischen Offenbach am Main und Frankfurt am Main vor sich hin pulsiert und immer wieder kleine Erstaunlichkeiten an die Oberfläche speit. Eine Untergrundszene jenseits von den existierenden etablierten Rockpopvereinen und bevölkert von freidenkenden Freistilkünstlern unterschiedlichster Genres, die sich zur gleichen Zeit am gleichen Ort - nämlich JETZT und HIER - befinden.  

Mit sehr viel Akribie und Liebe zum Detail will sich sein neues Web-Log "Uferlos" nun um uns alle kümmern und mittels Interviews und ausführlichen Hörbeispielen die einzelnen Protagonisten zu Wort kommen lassen.

Orginalton Uferlos-Blog: "Frankfurt ist mehr als nur Cocoon, Offenbach mehr als nur Robert Johnson. Musikalisch gibt es wie überall auch hier einen Underground, der seit Jahren immer wieder Erstaunliches fabriziert. Besonders die freiere, szenenlose Musik, die oftmals eigene Wege fern von Trends oder festgefahrenen Wegen geht, ist dabei faszinierend. Dieser Blog soll von eben solchen Künstlern und Institutionen erzählen."

Als Basis für diese Chronologie dient seine Uferlos-DJ-Mix-Reihe, bei der Daniel Zero ausschliesslich Stücke aus der Nachbarschaft in einem angenehm genreübergreifenden Mix zu einem dreiviertelstündigen Hörvergnügen zusammenmischt. "(Fast) ausschliesslich unbekannte Künstler, die Ihr eigenes Ding für sich selbst machen, oftmals fern von ausgetretenden Pfaden. Originalität vor Langeweile. Selbermachen vor GEMA. Sorry, keine Rock-Coverbands."


Nachtrag 28.10.:
Aus-geufert!
Wie ein seltsamer Spuk ist das von mir vor gerade mal 3 Wochen begeistert vorgestellte Uferlos-Blog von seinem Macher, dem offenbar sehr zerissenen Daniel Zero bereits wieder komplett gelöscht worden. Leider kein allzu ungewöhnlicher move dieses Herrn, sondern gerade Menschen, die den Macher schon länger kennen, seltsam vertraut. Sehr schade und traurig und für jeden, mit dem ich darüber sprach, absolut nicht nachzuvollziehen. Stecken etwa Schlägertrupps der Frankfurter Club-Mafia dahinter? Auf seinem facebook-Profil lässt Zero uns jedenfalls folgendes wissen:
 

" Die Gründe fürs Beenden: Ernsthafte Drohungen von Clubmachern, hasserfüllte Mails von DJs und anderen. Namen will ich nicht nennen, aber das war alles schon ziemlich krass. Grundlos, nur wegen dem Blog, und nur, weil man mal was für Leute machen will. Leider alles andere, als nur ne Lapalie, besonders wenn man abends im Club deshalb auch noch angepöbelt wird."
 
( - klar, kenn ich auch als Waggon-Betreiber: wenn einer ein Interview mit uns machen will oder über Konzerte bei uns berichten will, drohen wir dem erstmal Prügel an. Das ist so der Umgangston bei uns Clubmachern!). 

Es steht mir natürlich hier nicht zu, über diese Entscheidung zu urteilen, bedaure sie aber sehr, denn die Idee war gut, die Ausführung (und die regelmässigen updates) in den 4 Wochen seiner Existenz auch. 

Beklagen kann ich allerdings durchaus, dass ich viel Zeit und Mühe in das schriftliche Interview gesteckt habe, welches der Herr Ex-Blogbetreiber zum Einstand mit mir geführt hatte - nur, um es nach wenigen Wochen  wieder zu löschen. Da fühl ich doch meine eigene, mit Liebe gemachte Arbeit mit achtlosen, ignoranten Füssen getreten von jemanden, der sich genau über so eine Behandlung "von den anderen"  beschwert!

Man muss eben stets vorsichtig damit sein, mit/für wen man eine entgeld-freie kreative Arbeit macht - und von wem man sich in Zukunft besser distanziert. Ich jedenfalls habe da eine Lektion gelernt.



2. Aus dem Abfluss wieder aufgetaucht!

Es ist mehr oder weniger exakt 1 1/4 JAhre her, dass ich hier in einem meiner "HU Punk History" Posts die Fabel von der längst vergessenen Hanauer Punkband Down The Drain erzählte, die für mich einer der Auslöser war, nicht nur meine gesamte Jugend sondern offenbar auch den Rest meines Lebens mit der Liebe zur schrägen Untergrundmusik zu verschwenden. Diese Story kann man ja hier nochmal nachlesen.

Nachdem ich damals trotz intensiver Recherche nur kleine Informationskrümel über die Band aus dem Internetz ziehen konnte, hat sich diese Situation nicht zuletzt aufgrund meines Artikels ausgiebig geändert. Denn war es doch der unpop-post, der die Herren antrieb, nach all den Jahren wieder mal miteinader zu kommunizieren, das eigene Archiv mal zu durchkramen (und zu digitalisieren) und schlussendlich sogar ein Reunions-Konzert zu spielen, obwohl die Musiker inzwischen in ganz Deutschland verstreut wohnen!


Down The Drain, 1989
Am 20.10.2012 spielen Down The Drain nun live bei der Artifical Family in Mühlheim - und ich kann leider nicht hin, weil ich einen Waggon zu betreiben habe... Schade also, daß meine Versuche, die Band zu einem zusätzlichen unplugged Gig im Waggon Offenbach zu überreden,leider keinen Erfolg gehabt haben... (doch ich bin überzeugt: das wird noch NICHT das letzte Reunionskonzert gewesen sein!!)


Down The Drain Reunions-Konzert am 20.10.

Bleibt mir bis dahin wohl nur, Down The Drain auf Video zu sehen. Und da gibt es inzwischen einige Möglichkeiten. Zum Beispiel die "Live im Kulturbasar Hanau 1989"-DVD, die mir DTD-Gitarrist Robert Palm neulich persönlich geschenkt hat
(- wow: ein historisches Video von einem Konzert, bei dem ich damals sellbst anwesend war!!). 


Down The Drain live im Ku-Ba 1989 - auf DVD!

Oder aber auch gut: diese komplette Down The Drain-Show aus 1995 im besetzten Haus in Hanau. Und war da nicht auch die Rede, dass es auch vom Reunionskonzert eine DVD geben soll? Ich fänd's gut!


 

Mittwoch, 18. Juli 2012

Frühe Abenteuer der Verlassenen


HANAU PUNKROCK HISTORY PART Soundsoviel:

Forsakes - "Early Demo Tapes 1991" (unveröffentlicht)

Forsakes - "Wrong" (C-30, No Label, 1992. Reissue: schweinehundtapes 1993, sht022)

Forsakes live 1993

So - ich finde es wird Zeit, mich hier wieder mal historisierend zu betätigen und der wahrscheinlich niemals endenden Saga von den wilden Punkrocktagen meiner verschwendeten Jugend in Hanau ein neues Kapitel hinzuzufügen.

Und was für ein Kapitel!
Denn hier kommen die Forsakes - die Urformation jener Hanauer Punk- (oder "Grunge"? Oder "Alternativ Rock"?)-Band, die es schliesslich, Jahre später und nach einigen Umbesetzungen, unter dem Namen "Seesaw" am "weitesten" von uns allen gebracht hatte, mit Major-Plattenvertrag, Tourneen, Festivalauftritten und was weiss ich noch alles.

The Forsakes - den Name fand ich immer ganz schön seltsam, denn sie nannten sich nicht "The Forsaken" oder "The Forsaking" oder sowas in der grammatikalisch korrekten Art sondern eben "The Forsakes", was sich also in etwa als "Die Verlässt" übersetzen ließe, wenn man kleinlich sein will (will ich aber nicht). 

The Forsakes also entstanden aus den Resten der legendären Funpunk-Kapelle "Die Schwiegersöhne", bei denen der Linus Volkmann (vom Intro) Sänger war (und deren nur unter Vorsicht geniessbares Gesamtwerk seit Jahr und Tag hier zu finden ist).

Die Ex-Schwiegersöhne Lothar Müller (git, voc) und Christian Horn (bass) planten nach dem Ende dieser Band einen neue Formation und fanden in diesem Plan Unterstützung von niemand anderem als Frunk, dem Ex-Schlagzeuger der No Funny Handtoys/Asozialsky und Hatsch (- also die Bands in denen ich selbst und mein Bruder Raul die Chefs waren). Wie unser Schlagzeuger Frunk damals aus dieser unsren kleinen Band durch Umstände wie Zeit und Material rausgemobbt wurde, habe ich ja auch schon ausführlich berichtet, und zwar genau hier.
Seit Herbst 1990 probte die neue Band also zusammen, und zwar, soweit das mein Langzeitgedächtnniss noch zusammenkriegt, im ehemaligen Friseursalon von Christian Horn's Mutter, dem legendären echten "Salon Exquisit". 
Mitte 1991 hatte das neuformierte Trio schliesslich genügend Songs geschrieben und einstudiert, daß es für sie an der Zeit war, diese für ein erstes Demo-Tape auf Magnetband zu bannen. Und wen fragte man anno 1991 in Hanau, ob er diesen Job für einen erledigen könne? Na klar, den Chef vom "Inneren Schweinehund" und dem dazugehörigen Tape-Label "Schweinehundtapes". Und der war ich.

So kam es also, dass sich die Forsakes an einem Juli-Wochenende 1991 mit ihren Instrumenten und ihren Songs im Turmzimmer des berühmten Hanauer Schloss Phillippsruhe einfanden. Denn dort hatte die Künstlergruppe KIX bekanntlich einen elfenbeinturmartigen, feudalen Proberaum, wo sie mit ihren Bands Kaktuxxe, Fishkicks und Holly Golightly probten, und das oftmals bis spät in die Nacht (wenn sie dort keinen anderen, verbotenen Unsinn trieben!).

Dort spielte die Ur-Besetzung der Forsakes also - unter meiner "Tonregie" - ihre allerersten Demoaufnahmen ein. Live auf zwei Spuren aufgenommen und mit Gesangs-Overdubs versehen war das natürlich immer noch die denkbar trashigste Aufnahmemethode, aber wir waren jung und anspruchslos bzw. hatten weder Ahnung, wie man es besser machen konnte, noch Geld für das dafür erforderliche Aufnahme-Equipment.

Ach richtig - und es gab auch noch einen weiteren Grund, diese Aufnahmen zu machen, plante ich doch zu dieser Zeit die Veröffentlichung meiner enthusiastischen Compilation-Kassette "Der zweite innere Tapesampler", auf dem ich auch unbedingt ein Stück der Forsakes haben wollte. Und da sie keines hatten, musste ich es also selber aufnehmen. Ihr damaliger Hit "K.W.", aufgenommen während dieser Session, fand sich dann natürlich auch auf diesem Sampler (wie man hier detailreich lesen und hören kann ) - und ist wohl auch das einzig jemals 'offiziell' veröffentlichte Stück aus dieser Aufnahmesession.


Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Christian Horn am Bass.

Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Frunk.
Obwohl der Sound also eher scheiße ist, obwohl die Band noch längst nicht so eingespielt klingt, wie sie es später - vorallem mit ihrem zweiten Gitarristen Matze - war, obwohl die Gesangslinien bei Lothar streckenweise noch nicht hundertprozentig sitzen und obwohl Frunks Charme immer größer als sein Schlagzeugspiel war (- nur der Horn macht hier schon alles richtig!) - trotz all dieser 'künstlerischen' Vorbehalte, die man diesen Aufnahmen entgegenhalten könnte... - ich finde, man hört bereits hier das gewaltige Potential und das "echte" Pop-Appeal heraus, das die Band später eben zur beliebtesten und erfolgreichsten Band aus unserem kleinen Provinzsumpf machen würde.


Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Lothar Müller.

Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Der Herr Produzent Torstn Kauke.

Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Lothar Müller beim hängen.

Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Frunk beim hängen und essen.

Natürlich bin ich da stolz, derjenige zu sein, der die ersten Gehversuche dieser Band aufgenommen hat! Und nachdem mir nun neulich das Masterband dieser Session unter kam, dachte ich mir: nach 21 Jahren kann man das doch wirklich mal der (imaginären oder tatsächlich existierenden?) sehnsüchtigen Menge alter Forsakes-Fans zum Frass vorwerfen, oder? Guten Appetit dabei!


Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Zaungast Raul will nicht gefilmt werden.

Forsakes' erste Demo-Session 13.7.91.
hier: Lothar Müller wirkt eher skeptisch.
Die für das Cover-Artwork verwendeten und hier erstmals gezeigten Fotos von diesem Ereigniss stammen übrigens von einem uralten VHS-Band, auf dem sich zufälligerweise ca. 2 minuten Film-Footage fanden, die genau an diesem Tag im KIX-Proberaum entstanden.Wie passend! Was für eine Freude für den Dokumentator! 

Als Bonus-Tracks zu diesen Demos gibt es sogar noch älteres (und allerdings auch soundmässig noch dumpferes) Material zu hören - Liveaufnahmen eines frühen (wenn nicht sogar dem wirklich allerersten?) Konzerts der Forsakes, die sich zu diesem Zeitpunkt noch "Here Flies The Fish" nannten. Inwieweit der da wirklich flog, im Mai 1991, kann man ja beim Hören selbst überprüfen!





Forsakes - "Early Demo Tapes 1991"

01. Intro
02. Smoke Turns Grey
03. Money
04. K.W.
05. Life 1 (abgebrochen)
06. Life 2
07. All And Nothing
08. Doubts
09. Is This No Fault?
10. Frunky Town
11. Truth Is A Lie
12. Frunk's Blues

13. Money (Live 5/91)
14. Doubts/ K.W. (Live 5/91)
15. Truth's A Lie (Live 5/91)
 
Natürlich ist es ein bisschen unfair gegenüber der Band, hier nur das ganz frühe Material zu veröffentlichen, das die Band selber lieber unter Verschluss gehalten hatte. Noch dazu historisch-kritisch inklussive aller abgebrochenen Stücken und komischen Outtakes (vergl. "Frunk's Blues") - und dann auch noch, ohne eines der Ex-Mitglieder direkt um Erlaubniss gefragt zu haben!

Um den vermeintlich falschen Eindruck hier nun ein wenig zu relativieren und die musikalischen Qualitäten der Forsakes besser zu beleuchten, gibt es jetzt auch gleich noch das erste tatsächlich veröffentlichte Demotape der Forsakes, das ca. ein dreiviertel Jahr nach den Schloss Phillipsruhe-Aufnahmen entstand. Hier war dann der Aufnahmeleiter einmal mehr Norbert "Nobby" Weinzierl, der das "richtige" Equippment in Form einer Acht-Spur-Maschine und den erforderlichen Mikrofonen besass (mit denen er auch schon für die KIX-Band Kaktuxxe famose Aufnahmen gemacht hatte, vergl hier).

Dieses Forsakes Tape mit dem Titel "Wrong" löste eigentlich alles ein, was der Sound und das Charisma der Band von Anfang an zu versprechen schien und ich würde es mal getrost als einen der Hanau-Klassiker der frühen Neunziger bezeichnen!

Und ich erinner mich daran, dass viele Leute eine Kopie dieses Tapes besassen und auch nicht davor zurückschreckten, es oft und gerne abzuspielen. Vielleicht freut sich da ja jetzt einer, es nun in digitaler Form wiederzuhören? (Danksagungen in der Kommentar-Leiste werden immer gerne gelesen!). Dass das hier mehr als einmal an Dinosaur Jr. und/oder Buffalo Tom erinnert ist natürlich kein Zufall, waren das doch zu diesem Zeitpunkt angesagten Fixpunkte im musikalischen Indie-Universum vieler deutscher "Nachwuchs"-Bands.
Aber in Sachen Authenzität waren die Forsakes bereits in dieser frühen Phase ihrer Karriere vielen dieser anderen Bands, die bloss den Sound iher damaligen Lieblingsbands reproduzierten, um Klassen voraus. Noch dazu, weil bei diesem Tape bereits Matze Gruber die versierte Leadgitarre beisteuert (und auf zwei Stücken auch selber singt), ja, der Matze Gruber, dem wir auf diesem Blog bereits im Zusammenhang seiner ersten Band Mayflower Madam begegnet sind! Die Querverweise werden hier immer zahlreicher (und so soll das auch sein!).

Das "Wrong" Tape wurde erstmals 1992 direkt von der Band veröffentlicht und die Erstauflage war schnell vergriffen. Ein Jahr später, also 1993, habe ich es deshalb auf meinem Tape-Label "Schweinehundtapes" wiederveröffentlicht und es wurde dort zu einer der Bestseller-Kassetten (ich würde mal sagen, mindestens noch 50 Exemplare, was damals schon 'ne Menge war). Nun also für alle, die lange schon kein Kassettendeck und erst recht keine Kassetten mehr haben: Download hier!!





Forsakes "Wrong"
(No Label, 1992, Reissue: schweinehundtapes 1993, sht022)


A1. Wrong
A2 Doubts
A3. She's Inside Me
A4. I Don't Wanna Know

B1. K.W.
B2 Charlie Brown
B3. Smoke Turns Grey
B4. Wishing Well




Zum Abschluss noch ein altes Forsakes-Interview (und eine Tape-Besprechung) aus dem "Varous Artists" Nr.3 Fanzine/Leverkusen vom Sommer 1993. (Danke Rautie für's ausgraben!).
Auf der 7'' Single, die dem Heft damals beilag ("Heft inkl. Single 5.- DM", das waren noch Zeiten!), landete sogar einer der Tracks des "Wrong"-Tapes. (Welcher weiss ich grad aber nicht, sollte ich die 7'' irgendwo mal finden, gibt's die dann hier vielleicht auch noch zum runterladen!).


 
Interview aus "Various Artists Nr.3", 1993
(Eine Version dieses Artikels in größerer
Auflösung liegt dem Download bei!)

 
 
Rezension aus "Various Artists Nr.3",
1993. "Schwuchtel-Core" durfte man
damals offenbar selbst in "political
correct" Fanzines noch unreflektiert
sagen und dabei den Namen 'Jude' tragen.
Ei,ei - was für Zeiten, Kinners!




These are the very first demo recordings by The Forsakes, who later became SEESAW and happened to release some CDs in the late nineties on Sony BMG. They were the only band from our little old Hanau punk scene from the nineties who came this "far". And if you listen to their first proper Demo tape "Wrong" you may understand why. They of course did sound a bit like Dinosaur Jr. or Buffalo Tom but unlike most other bands who played that style then, Forsakes always had a very special 'pop appeal' to their songs - they sounded authentical and "true" where other bands obviously just copied their favourite records. These are the oldest known recordings of the band!