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Mittwoch, 10. März 2010
Überschall !!
Concorde feat. Mike Hentz live in Frankfurt/Main 2002
Erstmals in Farbe (und glorious HD!) zu sehen: die legendäre MME-Vorläuferband, die ominöse psychedelic Rockband CONCORDE bei einer Live Performance in der Ritz-Bar (Stripbar! Bahnhofsviertel!) gemeinsam mit Mike Hentz... statt dem einstudierten Garagenrock entwickelt sich dies jedoch zu einem seltsam monotonen Soundtrip, den selbst einige der Musiker (Hallo Rouven) nicht ganz glauben können... Im Publikum: die komplette Art School Scene of 2002 - als einziger nicht im Bild (aber auch dabei gewesen): Solestar (bei diesem Gig nämlich hinter der Kamera!!).
Concorde 2002:
Sebastian G. - guitar
Daniel Hermann - drums
Rouven Schmitt - bass
Torstn Kauke - guitar
Mike Hentz - vocals and mouthharp
Legendary Fankfurt based psychedelic Rockband CONCORDE play together with Mike Hentz at the Ritz Bar in Frankfurt/ Main, 17. February 2002 (Sunday is a shit day!). From the archive Daniel Herrmann. Camera by Daniel "Zero" Solestar (Thank You!).
Mittwoch, 16. Dezember 2009
This is what WE call Haus music !

"kixmusik.1" - "kixmusik.6" CD-R series,
limited edition, released 2000-2004
Zu Weihnachten plötzlich doch nochmal ein post auf diesem zuletzt leider selten genutzten blog...
Heute gibt es erstmals die legendäre kixmusik- CD-Serie komplett zum freien download...Von dieser "Werkschau" des elektronischen Outputs von mir & mei'm Bruder erschienen von 2000 bis 2004 sechs auf jeweils 50 Exemplare limitierte CD-Rs im Siebdruck-Cover...
Seit ein paar Jahren ist diese Serie mehr oder weniger vergriffen und - ich kenn euch doch - auch vergessen...( - von Nr. 4-6 gäbe es sogar noch einige Exemplare, aber das interessiert ja eh KEINEN).
Zeit also, sie als großen Weihnachtsdownload endlich mal alle zur Verfügung zu stellen....
Detailreiche Information zu der CD-Serie bietet die alte kixmusik-Webseite, die immer noch online ist.
A last post for this year, containing a little kristmas gift: all six issues of the kixmusik-series that was released from 2000-2004 in a limited edition (50 copies of each issue) with handmade silk screen printings... so who woukd buy something like that today anyway ? (in fact you could because there are still some copies of No. 4 - 6 left, but you do not care!). So take them for free if you like interesting innovative mostly analogue electronic sounds that me & my brother created & produced in the years 1997 - 2004...
you can find a lot of interesting infos about the cd series on the still online kixmusik website which is still online..
In german of course, was dachten denn Sie ?





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Sonntag, 12. August 2007
"Wofür (Inhalt) wird gespielt, wen wollen wir wirklich erreichen ?"

CONCORDE - "Wie erfinden wir uns neu...? CONCORDE Computermixes 2002" (exklusive Web-Veröffentlichung)
Im letzten Concorde-Post wurden weitere Perlen aus unserer experimentellen Pschedelic-Brutstätte über der Frankfurter Skyline versprochen. Und so etwas kommt nun hier - ein paar Mixes, die ich selbst erst kürzlich auf einer vergessenen CD-R wiederentdeckt habe.
Im Gegensatz zu den ausufernden Jams, die die erste hier veröffentlichte Concorde CD kennzeichnet, hören wir hier komische edits, Collagen und Mixe, die ich damals im Computer (mein alter Apple Macintosh mit Betriebssystem OS 8.0) anfertigte, als diese Art der Bearbeitung noch etwas (für mich at least) völlig neues war...
Neben "naheliegenden" Mixen (wie die Flugzeugsounds auf der FX-Version von "Check Inn")und säuberlichen Ausschnitten aus einer seeehr experimentellen Jam-Session ("Take 155") finden sich hier komische Collagen wie z.B. "MTV". Dieses Stück basierte auf einem Konzept von Daniel Herrmann. Er hatte einen zufälligen 10minütigen Audiomitschnitt des Musiksenders inkl. Werbeblock und Prorammauschnitten gemacht und verschiedene Leute gebeten, das Audiomaterial auf-welche-Weise-auch-immer zu bearbeiten. Leider ist das Projekt nie fertigestellt worden - dieses Stück aber war auf jedenfall mein Beitrag dazu. Ganz ähnliches gilt für das Stück "Boerse", in dem ein Wirtschaftsnachrichten-Mitschnitt aus dem Radio als Grundlage für eine Audiocollage mit Concorde-Musik diente.
Mit "Wie erfinden wir uns neu" - dem Titelstück meiner kleinen Concorde-Compilation für heute - haben wir die Ur-Version des späteren Microgramma Medium Extended Hits vorliegen. Die Computer-Stimme, die ein längeres E-Mail von Concorde's Quasi-Manager Michael Dodt rezitierte,ist die gleiche, die auch später bei MME zu hören ist. Hier noch in voller Länge des gesamten Wortlautes des E-Mails. (Die Musik - ohne Computerstimme - wurde noch dazu als Abspannmusik in Raul C.O. Kauke's Film "Das Leben" verwendet. Doppelt historisch also!). Auch findet sich hier Daniel Herrmann's Velvet Underground-Hommage "The Gift" (Hommage - nicht Coverversion!), auf der international bekannte neunmalkluge Porzelan-Designer ihre Weisheiten zum Thema Pop, Kunst und Leben abliefern.
Diese Stücke sind bisher noch nie irgendwo veröffentlicht worden und hier webexklusiv zu bekommen.
Concorde/MME - The Gift (Alternativversion)
Samstag, 28. Juli 2007
Famous last CD compilation

v.a. "kunststudentInnenmusik - kix kompilation juli 2002", CD-R, 2002"
Diese CD Kompilation mit tracks von Studentinnen und Studenten der Hochschule für Gestaltung, Offenbach war meine letzte aktive Handlung als Student des Hauses. Es war dies die allererste CD-Compilation, die die musikalischen Aktivitäten von Studenten dieser Institution zusammenfasste und einem begeisterten Publikum päsentierte. Und dies - im eigenen blog hat man ja alle Freiheit der Welt, sowas gaaaaanz breit zu betonen - ganze 2 Jahre vor dem offizielllen "Audiosampler_HfG_OF", der auf der Webseite der Hochschule als der einzig echte und erste Sampler gefeiert und zum Kauf angeboten wird...(der enthält aber großartige Stücke viel der auch hier beteiligten und ist deshalb nachhaltig zu empfehlen - aber meiner war trotzdem der erste, ätsch !).
Zu hören sind auf dieser CD unter anderem so seltene Aufnahmen, wie eine versehentlich veröffentlichte Vocal-Version eines Stückes von fym (ich bestehe aber weiterhin darauf: ich konnte nix für die Verwechslung!), herrjoergritter's alter und längst verlorenen geglaubter Future-Rama-Superhit "Zoid Berg" (noch als "D.J. Stress" veröffentlicht), die legendären CONCORDE, hier feat. Solestar (mit einem Stück, daß eigentlich nur als Outtake der "White Gold" LP Session rausging. Da die LP unveröffentlicht blieb, ist es nun das einzige Stück, das jemals von diesen Sessions veröffentlicht wurde. Klingt wie: Velvet Underground mit Daniel Nikolaou an den Turntables !!). Und wo wir schon beim Meister der Drehtische sind: Sel taebeth - die Johnpaulgeorgeundringo des Popmusik-Zerstörens - machen hier "Why Don't We Do It In The Road" kaputt. Meines Wissens ebenfalls die einzige Audio-Veröffentlichung dieser spektakulären Beatles-Ripoff-Schau um den Herrn Solestar). Die ja!Band covert Trio und (ich glaube) die Beatles (- die ja!Band entstand als reines Semesterprojekt in der allerauthentischsten Form von Punk: von Künstlern mit den richtigen Vorstellungen im Kopf aber nur wenig Instrumetenkenntnissen. Später lebten sie fast ein Jahr lang in einer Welt von ja!-Produkten.). Ebenfalls hier drauf sind ganz frühe Aufnahmen des fabelhaften Warst, der seitdem mit den unglaublichen Sounds seiner selbermanipulierten Elektro-Keyboards von sich reden macht. Neben allerlei schöner minmaler Electronic von vielen weiteren Künstlern (sehnse dir trackliste) finden sich dann auch noch schrille Noise-Attacken der berüchtigten Immanuel Cunt und des Peter Rast Trios, die schon von so manchem Zu-kurz-Denkenden als Nazi-Band missverstanden wurden. Bild dir deine Meinung !
01. martin schwember - mint
02. b emuliert a - get the car
03. fym - johnzun_vocals
04. raul c.o. kauke - moneydream
05. concorde - the gift (f/x version)
06. dj stress - zoid berg
07. ja! band - jajaja
08. der warst - aal
09. torsten kauke - try to try to try new (again)
10. sebastian göllnitz - new perplexity
11. ja! band - and i love him
12. raul c.o. kauke - umbrella
13. daniel herrmann - commander perkins 2
14. martin schwember - auto 7 variation
15. b emuliert a - rain
16. der warst - komfortable umstandskleidung
17. immanuel cunt - you are error
18. dj stress - bruch_doz
19. sel taebeth - road rape
20. peter rast trio - herodes israel (live in nürnberg 2002)
21. torsten kauke - konstantan
02. b emuliert a - get the car
03. fym - johnzun_vocals
04. raul c.o. kauke - moneydream
05. concorde - the gift (f/x version)
06. dj stress - zoid berg
07. ja! band - jajaja
08. der warst - aal
09. torsten kauke - try to try to try new (again)
10. sebastian göllnitz - new perplexity
11. ja! band - and i love him
12. raul c.o. kauke - umbrella
13. daniel herrmann - commander perkins 2
14. martin schwember - auto 7 variation
15. b emuliert a - rain
16. der warst - komfortable umstandskleidung
17. immanuel cunt - you are error
18. dj stress - bruch_doz
19. sel taebeth - road rape
20. peter rast trio - herodes israel (live in nürnberg 2002)
21. torsten kauke - konstantan
b emuliert a - get the car
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Donnerstag, 26. Juli 2007
Rock sie, rock sie !!
Microgramma Medium Extended live im Roxi, August 2002
Hier ein obskures Live-Video einer obskuren Liveperformance von Microgramma Medium Extended im besten (und kleinsten) Club Offenbachs. Bemerkenswert daran ist, daß ich selber keinerlei Erinnerung an dieses Ereigniss mehr habe - und sehr erstaunt bei youtube darüber gestolpert bin. Heh - die eigene Band spielt da ein (improvisiertes) lied, daß du noch nie gehört hast... Noch dazu in seltener Zweier-Besetzung (nur Daniel Herrmann - Schlagzeug / Torstn Kauke - Bass), in der wir seitdem nie wieder öffentlich aufgetreten sind.
Sonntag, 1. Juli 2007
CONCORDE: High in the Sky

Concorde: "Mulpha Recordings April 2002 (part 1)"
(CD-R, private Release, 2002)
(CD-R, private Release, 2002)
Ich muss gestehen, ich hatte mir diese CD seit Jahren nicht mehr angehört, bis sie mir auf der Suche nach Aufnahmen, die es wert sind, hier gepostet zu werden, wieder in die Hände fiel...Und ich bin nachhaltig beeindruckt von dieser kleinen großen Band, die wir da hatten. Was für eine musikalische Dichte wir in diesen Live-im-Proberaum-Aufnahmen erreicht haben, wie herrlich organisch sich die Dynamik von ganz laut bis sehr leise (und zurück) entwickelte, wie angenehm und unauffällig da erste elektronische Effekte in den Rock-dominierten Stücke auftauchten -... hatte ich alles längst vergessen. Vielleicht handelt es sich hier ja um Musik, die mit den Jahren reift ? Begriffe wie Krautrock und Mogwai fallen mir als Referenz sofort ein...- um auch Aussenstehenden Appetit auf diese Rockmonster (das längste Stück geht 36 min) zu machen !

Concorde existierte von 2000 - 2002. Es war meine erste musikalische Zusammenarbeit mit Daniel Herrmann (der mich in der Cafeteria der Hochschule für Gestaltung in OF ansprach, weil seine Band eine zweite Gitarre bräuchte und er gehört habe, dass ich so eine spielen könne...Ich glaube, eine Begegnung, die man durchaus schicksalhaft nennen kann, ich war im letzten Semester und er im ersten, er hatte gerade the-Power-of-Rock verinnerlicht, ich meinte, das gerade hinter mir gelassen zu haben und beschäftigte mich musikalsch eher mit Minimal Electronic...- dennoch sagte ich auf der Stelle zu.).
Die Band, die er vorgab zu haben, war eigentlich nur er selbst (am Schlagzeug) und sein Kumpel Sebastian Wie-heisst-er-gleich (siehe Nachtrag unten!).
Einer, der angeblich Keyboards spielen würde (stattdessen aber meistens auf seinen Plattenspielern aufregende Turntable-Kunststücke machte) war anfangs auch mit von der Partie - Daniel Nikolaou, der gute alte Solestar (von dem in einem der nächsten Posts mehr zu berichten sein wird...). Nachdem in den ersten Monaten meine Bruder Raul den Bass spielte, kam schließlich als endgültiger Concorde-Bassist Rouven Schmitt dazu.
Die Band, die er vorgab zu haben, war eigentlich nur er selbst (am Schlagzeug) und sein Kumpel Sebastian Wie-heisst-er-gleich (siehe Nachtrag unten!).
Einer, der angeblich Keyboards spielen würde (stattdessen aber meistens auf seinen Plattenspielern aufregende Turntable-Kunststücke machte) war anfangs auch mit von der Partie - Daniel Nikolaou, der gute alte Solestar (von dem in einem der nächsten Posts mehr zu berichten sein wird...). Nachdem in den ersten Monaten meine Bruder Raul den Bass spielte, kam schließlich als endgültiger Concorde-Bassist Rouven Schmitt dazu.

Eine große Besonderheit von Concorde war deren Proberaum. Das "Mulpha" !
So nannte man die ehemaligen Chefetage einer alteingessenen Frankfurter Bank mitten im Frankfurter Bankenviertel, im 14. Stock. Mit höher gelegtem Fussboden, der einen einmaligen Blick auf die ganze Frankfurter Skyline direkt zu unseren Füssen bot, während wir probten. Kunsthochschulen-Beziehungen machten es möglich. Diese einmalige Situation (die es uns sogar ermöglichte, am hellichten Tag zu spielen, da der Straßenlärm ohnehin viel lauter war als die Rockband im 14. Stock) hat unsere Musik mit Concorde stark geprägt. Kann man, wie gesagt,
5 Jahre später noch viel bestimmter sagen und hört man jede kurzweilige Minute der "Mulpha Recordings" lang.
Heute finde ich, das hier klingt sogar dichter als das nie veröffentlichte "White Gold" Album von Concorde (dass wir einen Monat später in Köln aufnahmen).

Kaum 3 Monate später war der Traum auch schon vorbei, denn wir mussten aus dem Mulpha aussziehen. Concorde existierte danach noch eine Zeit lang mit experimentelleren Sounds, einer exzentrischen (aber nicht uncoolen) Sängerin und verhallten Auftritten in Kirchen und Kellern...aber das ist eine andere Geschichte, die ein ander mal gepostet wird.
Hier clicken um die Mulpha Recordings zu saugen.
P.S. - Der nicht minder beeindruckende "part 2" folgt demnächst mal bald später.
NACHTRAG 12.10.2008:
Wer liest schon die Kommentare, wo ein gewisser Herr Leppmann schon letztes Jahr den kompletten Namen des anderen Concorde-Gitarristen gepostet hatte? Ich vermute: die wenigsten. Deshalb hier nochmal für das ganze web: "Sebastian Wie-heisst-er-gleich " heisst im echten Leben natürlich Sebastian Göllnitz und ist ein begnadeter Gitarrist (und starker Sänger!), über dessen aktuelle musikalische Arbeit ich ja zu gerne demnächst mal berichten würde, wenn ich da was weiss!!
Concorde - Check Inn
NACHTRAG 12.10.2008:
Wer liest schon die Kommentare, wo ein gewisser Herr Leppmann schon letztes Jahr den kompletten Namen des anderen Concorde-Gitarristen gepostet hatte? Ich vermute: die wenigsten. Deshalb hier nochmal für das ganze web: "Sebastian Wie-heisst-er-gleich " heisst im echten Leben natürlich Sebastian Göllnitz und ist ein begnadeter Gitarrist (und starker Sänger!), über dessen aktuelle musikalische Arbeit ich ja zu gerne demnächst mal berichten würde, wenn ich da was weiss!!
Concorde - Check Inn
Mittwoch, 27. Juni 2007
Microgramma Medium Extended - Live CD-R
Microgramma Medium Extended
" live @ bread & butter offshow cologne"
2002 (CD-R)Diesen Post bin ich schon eine ganze Weile meinem MME-Kollegen Daniel schuldig, da er es so tief bedauert, dass die MME-internet-Seite nicht mehr existiert. Dort gab es nämlich diese Album bis Anfang 2007 zum kostenlosen Download. Wie wir aber erst letzten Monat festgestellten, wurde alles gelöscht, weil die Person, die uns den Webspace zur Verfügung gestellt hatte, eben diesen abgemeldet hatte... -leider, ohne uns darüber zu informieren... Statt einer statischen und kostenpflichtigen Webdomain finde ich aber inzwischen so ein kostenloses Blog hier viel viel besser - und gepaart mit dem kostenlosen Webspace von den guten FILE-HOSTERN im Netz ergeben sich nun ungeahnte Möglichkeiten, was man euch interessierten Musikfreunden so alles zur Verfügung stellen kann...
Nun also wieder zu haben: das erste Microgramma Medium Extended Album !!
Diese CD ist ein Zusammenschnitt der Live-Mi
tschnitte unserer ersten Konzerte. Drei Tage lang waren wir auf dieser Modemesse (damals noch in Köln, heute - wie die Popkomm - in Berlin zu Hause) als Live-Band für die ständige musikalische Untermalung am Stand (von den Leuten, die uns gebucht hatten) zuständig. Wer immer am (Open Air-)Stand vorbeikam, konnte es sich in vorbereiteten Sitzecken gemütlich machen und uns beim experimentiern zusehen.
Das Ideal vom "offenen Labor",
von dem der olle Andy W. in seiner Factory schon träumte, als er da die Velvets üben ließ...
" live @ bread & butter offshow cologne"
2002 (CD-R)Diesen Post bin ich schon eine ganze Weile meinem MME-Kollegen Daniel schuldig, da er es so tief bedauert, dass die MME-internet-Seite nicht mehr existiert. Dort gab es nämlich diese Album bis Anfang 2007 zum kostenlosen Download. Wie wir aber erst letzten Monat festgestellten, wurde alles gelöscht, weil die Person, die uns den Webspace zur Verfügung gestellt hatte, eben diesen abgemeldet hatte... -leider, ohne uns darüber zu informieren... Statt einer statischen und kostenpflichtigen Webdomain finde ich aber inzwischen so ein kostenloses Blog hier viel viel besser - und gepaart mit dem kostenlosen Webspace von den guten FILE-HOSTERN im Netz ergeben sich nun ungeahnte Möglichkeiten, was man euch interessierten Musikfreunden so alles zur Verfügung stellen kann...
Nun also wieder zu haben: das erste Microgramma Medium Extended Album !!
Diese CD ist ein Zusammenschnitt der Live-Mi
tschnitte unserer ersten Konzerte. Drei Tage lang waren wir auf dieser Modemesse (damals noch in Köln, heute - wie die Popkomm - in Berlin zu Hause) als Live-Band für die ständige musikalische Untermalung am Stand (von den Leuten, die uns gebucht hatten) zuständig. Wer immer am (Open Air-)Stand vorbeikam, konnte es sich in vorbereiteten Sitzecken gemütlich machen und uns beim experimentiern zusehen.Das Ideal vom "offenen Labor",
von dem der olle Andy W. in seiner Factory schon träumte, als er da die Velvets üben ließ...
Und uns als Band tat der Zwang, ständig "was zu machen" auch gut, denn eigentlich waren wir ja noch keine richtige Band, sondern ein Bassist und ein Drummer, die gerade 2 Wochen zuvor alle Gitarristen und Sänger(innen) aus der alten Band geworfen hatten und eigentlich nur 3 Stücke im Repertoire hatten...So kam es zu tollen kurzweiligen Jams, abgedrehten Elektronik-und Tape-Experimenten und freien Improvisationen, die schon so manchen - ohne unser Zutun - zu Vergleichen mit berühmten deutschen Bands wie Neu! oder Can angeregt haben (wofür wir natürlich immer ein offenes Ohr haben !!). Neben unserer Cover-Version von Britney's "Slave 4 U" finde ich heute den letzten Titel der CD, "Jammin' with Tyson", am bemerkenswertesten. Hier handelt es sich um eine über 7 minütige Improvisation mit einem schwarzen Steel-Drum Spieler (der nicht einmal wirklich Tyson hieß!). Der Mann stand plötzlich vor uns und es war allen klar, daß wir sofort zusammen jammen müssen (so eine Hippie-mässige Selbstverständlichkeit, wie sich das für Krautrock ja auch gehört...). Nach dem Stück, das richtig gut wurde (wie man auch am begeisterten Gebrüll der Zuschauer auf dieser Live-Aufnahme hören kann), war Tyson so plötzlich, wie er aufgetaucht war, wieder verschwunden. Schade...denn wir hätten wenigstens gerne gewusst, wie er denn eigentlich wirklich hieß... (und ein Credit hätte er für sein wunderbares Spiel auf jedenfall auch verdient...).Download: Mediafire
Microgramma Medium Extended live 2002:
was man nicht alles so auf der Festplatte findet...hier z.B.: die Orginal-Rezension zur CD (aus "intro" ?/2002).
MICROGRAMMA MEDIUM EXTENDED CD
In den separaten, handgeschriebenen Regie-Anweisungen der Künstler zu diesem Album steht in viel zu schöner Handschrift folgendes: „ja, Track 5 ist eine Britney-Coverversion". Schnell zum Booklet in der anderen Ecke des Zimmers gerannt und nachgeschaut, welcher Song denn wohl benutzt wurde. Aha, „Slave 4 U", der Neptunes-Change-of-Image-Hit ihrer letzten Platte. Aber dieser Verweis und das Gerenne der Autoren soll keine falsche Erwartungen schüren, Microgramma Medium Extended, die neue Band des hessischen HC-Lo-fi-Rock-Electro-Tronic-und-Tonic Wunderkinds Torstn Kauke ist nicht auf den Spuren von Pop und dessen Dienstleistern. Sondern vielmehr entdeckten verschmitzte Indie-Boys einst den Fetisch Electronic und entdecken sich jetzt wieder zu Indie zurück, interpretieren diesen aber nun mehr denn je als post-rockige Jazz-Spielwiese. So stellt das gesamte Album auch eine improvisierte Session dar, abgehalten auf der Messe „Bread and Butter" und damit also vor kurzem hier in Köln. Im Original spielten sie dort drei Tage, mitunter Stunden am Stück. Zur Begeisterung der sonst so elektronisch beschallten Styler-Audience. Der vorgezogene Backlash zur aufbrandenden Electro-Pop-Dominanz – hier ist er bereits wieder vollzogen. Das Duo findet dabei Mittel und Wege, die zurückgelehnten Songs nicht wegen irgendwelcher Dudeleien hassbar zu machen. Klar hört man raus, dass gekifft wird, aber die Spannung bleibt trotzdem nicht auf der Strecke, ja, richtiggehende Jazzcore-Ausbrüche pflügen durch die Platte. Hey, und Britney hört man überhaupt nicht raus, und am aufregendsten sind die Basslinien (Track #2 erinnert unheimlich an „Eraser Of Love") und Kauke ist ja auch bildender Künstler, was die schöne Handschrift entschuldigt. LINUS VOLKMANN
In den separaten, handgeschriebenen Regie-Anweisungen der Künstler zu diesem Album steht in viel zu schöner Handschrift folgendes: „ja, Track 5 ist eine Britney-Coverversion". Schnell zum Booklet in der anderen Ecke des Zimmers gerannt und nachgeschaut, welcher Song denn wohl benutzt wurde. Aha, „Slave 4 U", der Neptunes-Change-of-Image-Hit ihrer letzten Platte. Aber dieser Verweis und das Gerenne der Autoren soll keine falsche Erwartungen schüren, Microgramma Medium Extended, die neue Band des hessischen HC-Lo-fi-Rock-Electro-Tronic-und-Tonic Wunderkinds Torstn Kauke ist nicht auf den Spuren von Pop und dessen Dienstleistern. Sondern vielmehr entdeckten verschmitzte Indie-Boys einst den Fetisch Electronic und entdecken sich jetzt wieder zu Indie zurück, interpretieren diesen aber nun mehr denn je als post-rockige Jazz-Spielwiese. So stellt das gesamte Album auch eine improvisierte Session dar, abgehalten auf der Messe „Bread and Butter" und damit also vor kurzem hier in Köln. Im Original spielten sie dort drei Tage, mitunter Stunden am Stück. Zur Begeisterung der sonst so elektronisch beschallten Styler-Audience. Der vorgezogene Backlash zur aufbrandenden Electro-Pop-Dominanz – hier ist er bereits wieder vollzogen. Das Duo findet dabei Mittel und Wege, die zurückgelehnten Songs nicht wegen irgendwelcher Dudeleien hassbar zu machen. Klar hört man raus, dass gekifft wird, aber die Spannung bleibt trotzdem nicht auf der Strecke, ja, richtiggehende Jazzcore-Ausbrüche pflügen durch die Platte. Hey, und Britney hört man überhaupt nicht raus, und am aufregendsten sind die Basslinien (Track #2 erinnert unheimlich an „Eraser Of Love") und Kauke ist ja auch bildender Künstler, was die schöne Handschrift entschuldigt. LINUS VOLKMANN
Microgramma Medium Extended - Start Up (live)
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